2016.2035.0

Afrika N.A.-ESTHER-Allianz: Hochschul- und Klinikpartnerschaften im Bereich Gesundheitssystem stärken

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ausgangssituation

Medizinische Expertise, moderne Technologien und erfolgreiche Ansätze zur Prozessoptimierung werden in zahlreichen afrikanischen Ländern von Gesundheitsfachleuten stark nachgefragt. Deutsche Institutionen sind renommierte und geschätzte Partner. Die Initiative Klinikpartnerschaften - Partner stärken Gesundheit fördert Partnerschaftsprojekte im Gesundheitsbereich. In den Projekten werden Fachkräfte fortgebildet und Gesundheitseinrichtungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gestärkt. Die Initiative unterstützt derzeit zwei Förderprogramme. Das Förderprogramm „Gesundheitspartnerschaften Global" setzt Projekte weltweit und in verschiedenen Fachgebieten um. Pro Jahr gibt es zwei Förderrunden. Das Förderprogramm „Hochschul- und Klinikpartnerschaften" in Afrika ist hingegen regional und thematisch fokussiert. Hochschulen und Kliniken in Deutschland mit Partnern in Subsahara-Afrika können sich in der Regel alle drei Jahre zu einem konkreten Thema bewerben.

Das Projekt „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS). Kooperationspartner sind das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Sekretariat der Initiative ist bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) angesiedelt. Zudem sind die Klinikpartnerschaften Teil der internationalen ESTHER-Allianz, deren Qualitätsstandards in den Förderprogrammen der Initiative umgesetzt werden.

Vorgehensweise

Das Förderprogramm Hochschul- und Klinikpartnerschaften in Afrika bedient einen Bedarf nach Wissensaustausch zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland. Fachliche Expertise und Erfahrungen deutscher und afrikanischer Gesundheitseinrichtungen werden in die Partnerschaftsprojekte eingebracht. Zielgruppen der Förderung sind vor allem Hochschulen, Universitätskliniken, Lehrkrankenhäuser und Forschungsinstitute. Die Partnerschaften arbeiten sowohl in Nord-Süd- als auch in Süd-Süd-Kooperationen zusammen und haben in jeder Förderrunde einen anderen thematischen Schwerpunkt.

Die Partnerschaften stärken Gesundheitseinrichtungen, indem sie Komponenten der Gesundheitsversorgung effektiver gestalten. Eine Förderung von bis zu 150.000 Euro für den Wissenstransfer durch Training und Fortbildung, Hospitationen und Personalaustausch zwischen den Kooperationsländern sowie, in begrenztem Umfang, Begleitforschung sind möglich.

In der aktuellen Förderphase (2017-2019) steht das Thema Patientensicherheit im Mittelpunkt der 15 Partnerschaftsprojekte. Während sich das Gesundheitswesen in westlichen Ländern zunehmend auf ein aktives Fehlermanagement einstellt, sind in den Ländern Afrikas mit schwachen Gesundheitssystemen die Voraussetzungen für Patientensicherheit bei weitem noch nicht ausreichend. In den aktuellen Partnerschaftsprojekten zu Patientensicherheit stehen wissenschaftlich fundierte, praxistaugliche Ansätze im Vordergrund. Gemeinsam werden länderspezifische Lösungen für drängende Probleme der Versorgungsqualität erarbeitet und erprobt. Zu den Herausforderungen gehören Infektionsrisiken, Antibiotikaresistenzen, Hygienemängel, präzise medikamentöse Therapien, Laborsicherheit und Abfallmanagement.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
12181

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikantes Nebenziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Zuständige Organisationseinheit
1710 Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
4.000.000 €

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