2021.2027.7

Agenda 2030 - Beitrag zur Umsetzung des Prinzips Leave no one behind II

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministério Público Federal
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Dr. Friederike Brinkmeier

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Brasilien erkennt offiziell 28 Völker mit traditioneller Lebensweise (traditional peoples and communities, PCT) an. Durch ihre Lebensweise und ihr Wissen tragen sie erheblich zum Schutz von Wald, Umwelt und Biodiversität bei. Dennoch erleben sie Probleme mit der Anerkennung von Landrechten. Sie sind Konflikten und Verfolgung ausgesetzt.

Aufgrund fehlender Daten zur Nutzung traditioneller Gebiete ist es für den brasilianischen Staat schwierig, gegen Verletzungen von Rechten vorzugehen. Die Traditional Territories Platform (PTT), ist ein digitales Tool, das Daten zu den traditionellen Gebieten in Brasilen zur Verfügung stellt. Es wird seit 2018 von der brasilianischen Bundesgeneralanwaltschaft (Federal Public Prosecution Office, MPF) und dem nationalen Rat der traditionellen Völker und Gemeinschaften (National Council of Traditional Peoples and Communities, CNPCT) entwickelt wurde.

Menschen- und Umweltrechte von traditionellen Völkern und Gemeinschaften werden in ihren Gebieten durch die PTT und andere digitale Tools besser geschützt.

Das Vorhaben entwickelt innovative digitale und rechtliche Lösungen, damit geographische Daten der Plattform wirksam gegen Rechtsverletzungen eingesetzt werden können. Die Bundesgeneralanwaltschaft und andere öffentliche Stellen sollen durch automatisierte Analysen aktuelle und genaue Informationen für ihrer Arbeit zum Schutz der traditionellen Gebiete und des Rechts auf traditionellen Besitz verwenden können. Das Vorhaben verbessert die Verwaltung und Prozesse für Registrierung in der Plattform durch traditionelle Völker. Es bietet Weiterbildungen zur sicheren Nutzung von PTT-Informationen an. Ferner fördert es Organisationsentwicklung und strategische Vernetzung der Organisationen traditioneller Völker. Die Gestaltung und Umsetzung des Projekts orientieren sich am Prinzip „Niemanden zurücklassen", das in der Agenda 2030 festgeschrieben ist. Alle Maßnahmen des Vorhabens sind gendersensitiv und richten sich direkt an junge Menschen. 
Informationen

CRS-Schlüssel
15160

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Signifikantes Nebenziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Zuständige Organisationseinheit
2C00 Lateinamerika, Karibik

Vorgänger-Projekt
2018.2252.7

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
5.400.000 €

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