Ausgangssituation:
Die globale Klimakrise erfordert tiefgreifende und zugleich kosteneffiziente Lösungen. Markt-basierte Instrumente wie Kohlenstoffmärkte können hierzu wesentlich beitragen und interna-tionale Kooperation fördern. Mit dem Abschluss der Verhandlungen zu Artikel 6 des Über-einkommens von Paris auf der COP 29 wurde dafür der Rahmen geschaffen. Viele Entwick-lungs- und Schwellenländer verfügen jedoch noch nicht über die institutionellen, regulatori-schen und technischen Voraussetzungen, um daran teilzunehmen. Besonders in Afrika be-steht hoher Unterstützungsbedarf, um Integrität, Transparenz und Entwicklungsnutzen si-cherzustellen und die Chancen dieser Märkte für nachhaltige Entwicklung zu nutzen. Die EU strebt hierzu einen koordinierten Beitrag an.
Ziel:
Das Vorhaben Article 6 Connect – Nachhaltige Entwicklung durch Kohlenstoffmärkte in Afrika stärkt den Aufbau integrer Kohlenstoffmärkte im Einklang mit Artikel 6. Es verbindet marktbasierten Klimaschutz mit nachhaltiger Entwicklung, fördert ambitionierte nationale Klimabeiträge (NDCs) und trägt zu den deutschen und europäischen Klimazielen bei. Das Projekt leistet Beiträge zu mehreren SDGs – insbesondere 13 (Klimaschutz), 8 (Wirt-schaftswachstum), 5 (Geschlechtergleichheit) und 17 (Partnerschaften).
Vorgehensweise:
Das Vorhaben setzt auf einen Team Europe-Ansatz zur europäischen Kooperation mit Part-nerländern. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf Südafrika und Äthiopien mit regionaler Ausstrahlung in südliches und östliches Afrika. In Zusammenarbeit mit Regierungen, Wirt-schaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft werden institutionelle und technische Bausteine wie Regulierungsrahmen, Helpdesk- und MRV-Systeme, Pilotierungen und digitale Innovati-onen entwickelt. Gender-sensible Kapazitätsentwicklung, regionale Austauschmechanismen und Lernplattformen fördern Wissenstransfer und nachhaltige Marktstrukturen. Durch Poli-tikberatung und Vernetzung werden Kohlenstoffmärkte glaubwürdig, effektiv und entwick-lungsfördernd ausgestaltet.