2015.2063.4

Ausbildungsinitiative für Afrika

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Afrikanische Union

Ausgangssituation

Die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit stellt eine grundlegende Herausforderung für Afrika dar. Der Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung und einer auskömmlichen Beschäftigung sind für Armutsbekämpfung, politische Stabilität, Teilhabe sowie nachhaltige Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Gleichwohl ist der Zugang zu Bildung und Beschäftigung in vielen afrikanischen Ländern unzureichend. Fehlende Bildungsmöglichkeiten führen nicht nur zu schlechten Aussichten für die persönliche und die berufliche Entwicklung, sondern sind auch ein Grund dafür, warum viele junge Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft ihre Heimat verlassen.

Ziel

Die Voraussetzungen für eine beschäftigungsorientierte Entwicklung des Bildungs- und Ausbildungssystems in den Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union sind verbessert.

Vorgehensweise

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben die Kommission der Afrikanischen Union (AUC) und das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2016 die Skills Initiative for Africa (SIFA) ins Leben gerufen. SIFA umfasst eine technische Komponente, die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der European Training Foundation (ETF) unterstütz wird. Die SIFA Finanzierungsfazilität stellt Mittel für innovative Projekte beschäftigungsorientierter Kompetenzentwicklung im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Verfahrens.

Die GIZ unterstützt die AUDA-NEPAD und die AUC bei der Förderung eines kontinentalen Dialogs über beschäftigungsorientierte Kompetenzentwicklung. Durch die Sammlung und Verbreitung von bewährten Konzepten und Ansätzen in afrikanischen Ländern will das Vorhaben die Qualität und Relevanz von Projekten zur Kompetenzentwicklung sowie den Zugang zu diesen Projekten verbessern. Austausch und Dialog finden über das African Skills Portal for Youth Employment and Entrepreneurship (ASPYEE) statt sowie über nationale, regionale und kontinentale Dialogplattformen wie Africa Creates Jobs (ACJ). Damit sich die Privatwirtschaft möglichst umfassend einbringt, arbeitet SIFA auf nationaler und kontinentaler Ebene eng mit Arbeitgeberverbänden zusammen. Die im Rahmen dieses Dialogs erworbenen Kenntnisse fließen auch in die Investitionsentscheidungen ein, die von den Verantwortlichen für die Finanzierungsfazilität in den Pilotländern getroffen werden.

Die ILO setzt Maßnahmen zum Aufbau von Arbeitsmarktinformationssystemen um und ETF unterstützt die Entwicklung eines afrikaweiten Qualifikationsrahmens.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
11330

Kombifinanzierung
  • Europäische Union (EU) (8 Mio. €)
Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
1740 Afrikanische Union

Nachfolger-Projekt
2022.2060.6

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
17.600.000 €

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