Ausgangssituation:
Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist in Bangladesch weit verbreitet. Wirksame Vorbeugung fehlt bislang. Staatliche Stellen und zivilgesellschaftliche Organisationen sind dazu personell und fachlich nur begrenzt aufgestellt und arbeiten wenig abgestimmt. Außerdem fehlt eine belastbare Datenbasis zu Gewalt in Familien.
Ziel:
Relevante staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure in Bangladesch haben bessere Voraussetzungen, um häusliche Gewalt durch wirksame Prävention dauerhaft zu verhindern.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben berät das Ministerium für Frauen- und Kinderangelegenheiten (Ministry of Women and Children Affairs, MoWCA) dabei, behördenübergreifendend häusliche Gewalt vorzubeugen. Dazu gehört auch, den Nationalen Aktionsplan zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Kindern (National Action Plan to Prevent Violence Against Women and Children, NAPVAW) umzusetzen. Gleichzeitig schult und berät das Vorhaben staatliche und zivilgesellschaftliche Vertreter*innen dazu, Konflikte gewaltfrei zu lösen und potenziell gewaltausübende Personen anzusprechen. Außerdem befähigt es sie, Methoden zu sozialem Verhaltenswandel (Social Behavioural Change, SBC) anzuwenden - also dazu, wie Verhalten durch gezielte Kommunikation, Einbindung der Gemeinschaft und verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse dauerhaft verändert werden kann. Ergänzend verbessert das Vorhaben die Datenlage zu häuslicher Gewalt durch Studien, Kommunikationsmaterialien sowie eine zentrale Datenbank beim MoWCA.Eine enge Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen sichert die Umsetzung des Vorhabens vor Ort.