Ausgangssituation:
Nach 14 Jahren Konflikt und politischer Instabilität ist Syrien dabei, sich wirtschaftlich langsam zu erholen. Doch der Arbeitsmarkt ist stark geschwächt. Der Gesundheitsbereich bietet zwar Jobpotenzial. Er ist jedoch durch Abwanderung von Fachpersonal, eingeschränkte Ausbildungssysteme und schwache institutionelle Fähigkeiten beeinträchtigt. Gleichzeitig ist der Zugang zu Gesundheitsdiensten unzureichend, besonders für Binnenvertriebene, Rückkehrer*innen sowie Frauen und Menschen mit Behinderungen. Dies erhöht Krankheitslasten, reduziert Arbeitsfähigkeit und verschärft Armut sowie soziale Spannungen.
Ziel:
Verbesserte Gesundheitsdienstleistungen und mehr Beschäftigung in ausgewählten syrischen Regionen fördern wirtschaftliche Reintegration, Resilienz und sozialen Zusammenhalt. Das kommt Ortsansässigen, Binnenvertriebenen, Rückkehrer*innen und besonders Frauen zugute.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben arbeitet in den ausgewählten syrischen Regionen mit dem Gesundheitsministerium, Ausbildungs- und Weiterbildungseinrichtungen sowie Gesundheitseinrichtungen zusammen. Zielgruppe sind Auszubildende und Fachkräfte im Gesundheitsbereich. Mittelbar profitiert jedoch die gesamte Bevölkerung in den unterstützten Regionen. Das Vorhaben setzt drei zentrale Maßnahmen um: eine gemeindebasierte, inklusive Basisgesundheitsversorgung aufbauen, die den Zugang zu Basisgesundheitsdiensten verbessert sowie Weiterbildung und Jobs fördert medizinisches Personal in Familienmedizin und Basisgesundheit aus- und weiterbilden sowie ein digitales System einführen, um die Verfügbarkeit von funktionsfähiger Medizintechnik zu erhöhen ein inklusives und geschlechtergerechtes Rettungsdienst- und Überweisungssystem ausbauen sowie dort Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen.