Ausgangssituation
Die Länder in der Region am Horn von Afrika sind Herkunfts-, Transit- und Zielländer für Menschen, die ihre Heimat verlassen haben. Allein der andauernde Krieg im Sudan hat bislang zur Zwangsvertreibung von etwa 11,3 Millionen Menschen geführt, von denen 8,1 Millionen zu Binnenvertriebenen wurden. Ungefähr 2,9 Millionen Menschen (Geflüchtete, Asylsuchende und Rückkehrende) suchten Schutz in den unmittelbaren Nachbarländern. Ein Großteil der Vertriebenen bleibt in der Region. Viele reisen ohne Visum und gültige Papiere und nehmen –oft aus der Not heraus– Angebote von Schmuggler*innen an oder riskieren, Opfer von Menschenhandel zu werden.
Ziel
Migration am Horn von Afrika verläuft sicherer und geordneter; relevante Akteure können besser gegen Menschenhandel vorgehen und Migrant*innen und Opfer von Menschenhandel erhalten mehr Schutz und wirtschaftliche Perspektiven.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in zwei Komponenten:
1) Institutionen fördern: Trainings für staatliche und zivile Akteure wie Polizei und Menschenrechtsbeauftragte helfen Fälle von Menschenhandel und Menschenschmuggel besser zu ermitteln und zu verfolgen und die Opfer an Sozialdienste zu verweisen.
2) Migrant*innen und Opfer von Menschenhandel schützen: Zivilgesellschaftliche Organisationen, die Schutz- und Unterstützungsleistungen wie Unterkünfte, gesundheitliche Versorgung und Rechtsberatung anbieten werden gestärkt und somit Zukunftschancen für Opfer von Menschenhandel und Migrant*innen verbessert.
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH koordiniert die Umsetzung des Programms, die gemeinsam mit CIVIPOL, der International Organization for Migration (IOM) und dem United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) erfolgt.