Ausgangssituation
Jedes Jahr verschmutzen weltweit schätzungsweise neun bis zehn Millionen Tonnen Kunststoff die Ozeane. Der Plastikmüll stammt überwiegend vom Land und gelangt über städtische Siedlungen entlang der Küsten und über die Flusseinzugsgebiete ins Meer. 88 bis 95 Prozent aller in Flüssen vorkommenden Kunststoffe stammen aus nur zehn Flüssen, zwei davon – Ganges und Brahmaputra – liegen in Indien. Indien ist mit mehr als 22 Millionen Tonnen im Jahr 2020 eines der größten kunststoffproduzierenden Länder.
Die unzureichende Abfallbewirtschaftung in vielen Großstädten trägt stark zur Verschmutzung durch Plastikmüll bei. Rund 40 Prozent der Kunststoffabfälle werden nicht gesammelt. Abfalltrennung und Recycling werden nicht in großem Umfang praktiziert, was die Problematik der Vermüllung und Verschmutzung weiter verschärft.
Ziel
Verbesserte Verfahren, einschließlich digitaler Werkzeuge, sind eingeführt, um zu verhindern, dass Kunststoffe in die Meeresumwelt gelangen.
Ansatz
Das Vorhaben konzentriert sich auf die folgenden drei Aspekte:
1. Es entwickelt Richtlinien, technische Spezifikationen, Standardverfahren (SOPs), digitale Werkzeuge und eine digitale Plattform für sekundäre Rohstoffe, die national, regional und innerhalb von Städten eingesetzt werden. Diese Bemühungen werden durch Maßnahmen zur Sensibilisierung und Verhaltensänderung unterstützt.
2. Das Vorhaben setzt Demonstrationsprojekte für Materialrückgewinnungsanlagen in drei Pilotstädten um.
3. Es arbeitet mit großen Recycling- und Herstellerbetrieben zusammen, um die Ressourcengewinnung zu maximieren, indem nicht recycelbare Materialen in recycelbare umgewandelt werden, wodurch der Materialkreislauf geschlossen wird.