2020.2292.9

COVID-19 Soforthilfe für Wildhegegebiete in der Maasai Mara Region in Kenia

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministry of Tourism and Wildlife

Ausgangssituation

Das Ökosystem des Naturschutzgebiets Maasai Mara beheimatet rund ein Viertel der gesamten Wildtierpopulation Kenias. Es ist weltbekannt als eine der wichtigsten Destinationen des Safaritourismus. Etwa 70 Prozent der Wildtiere leben allerdings zeitweise auch außerhalb des Maasai-Mara-Nationalreservats. Damit es fortbestehen kann, ist es daher wichtig, das angrenzende Land schutzorientiert zu bewirtschaften. Dieses Land befindet sich im Besitz lokaler Landbesitzer*innen, die sich organisiert haben und ihre Grundstücke freiwillig gegen Pachtzahlungen zur Verfügung stellen. So bildeten sie 17 Wildhegegebiete.

Das Geschäftsmodell basiert in erster Linie auf Tourismuseinnahmen. Mit Ausbruch der COVID-19-Pandemie ist der Tourismus jedoch zu über 90 Prozent eingebrochen. Dadurch sind die Pachtzahlungen nicht mehr möglich.

Ziel

Die Wildhegegebiete als Landnutzungsmodell in der Maasai-Mara-Region sind gesichert und gehen nachhaltiger, resilienter und repräsentativer aus der COVID-19-Krise hervor.

Vorgehensweise

Über die Dachorganisation Maasai Mara Wildlife Conservancies Association (MMWCA) unterstützt das Vorhaben sechs Wildhegegebiete direkt: Es übernimmt zeitlich begrenzt Pachtzahlungen oder Operationskosten für das Management von Wildhegegebieten.

Die Soforthilfe geht mit einem Wandel für einen besseren Wiederaufbau einher, um Wildhegegebiete fit für die Zukunft zu machen („building back better"). Hierzu zählt, die Führung der Wildhegegebiete zu verbessern und deren Geschäftsmodell durch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten breiter aufzustellen.

National unterstützt das Vorhaben gemeinsam mit Kenias Ministerium für Tourismus und Wildtiere sowie der zuständigen Wildtierbehörde die neue Wildtierpolitik. Es trägt dazu bei, basierend auf einer gesamtheitlichen Raumplanung notwendige Wildtierkorridore zu erhalten und auszuweisen.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
41030

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Biodiversitätskonvention

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

Zuständige Organisationseinheit
1500 Ostafrika und Horn von Afrika

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
5.000.000 €

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