Ausgangssituation
Die Konfektionsbekleidungsbranche von Bangladesch ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und ist weiterhin auf Expansionskurs. Inzwischen ist Bangladesch zum zweitgrößten Textilexporteur der Welt aufgestiegen. Mit 13 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Textil- und Bekleidungsindustrie die wichtigste Branche des Landes und leistet einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung.
Allerdings haben die prekären Beschäftigungsverhältnisse die einstige Vorzeigeindustrie des Landes in den letzten Jahren in Verruf gebracht. Deshalb steht die Branche nun vor der Herausforderung, Sozial- und Umweltstandards zu erfüllen und verantwortliche Geschäftspraktiken im Denken und Handeln ihrer Führungskräfte zu verankern. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, angehenden Managern bereits an der Hochschule das Nachhaltigkeitskonzept zu vermitteln und sie darin zu schulen. Hier nimmt das Hochschulnetzwerk Einfluss darauf, wie die künftigen Fach- und Führungskräfte sowie die Umweltwissenschaftler des Landes an Fragen der Nachhaltigkeit herangehen. Dadurch leistet das Vorhaben einen Beitrag zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und fördert die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsnormen durch die Textilindustrie.
Ziel
Die Zusammenarbeit mit den Hochschulen führt im Ergebnis zu besser ausgebildeten Führungskräften für das mittlere Management, denen die Bedeutung von Sozial- und Umweltstandards für die Nachhaltigkeit in der Konfektionsbekleidungsbranche bewusst ist.
Vorgehensweise
Das Vorhaben stärkt die Kapazitäten von staatlichen und privaten Hochschulen durch Förderung einer engen Zusammenarbeit zwischen deutschen und bangladeschischen Universitäten. Die wichtigsten Handlungsfelder im Überblick:
1. tärkung der für die Konfektionsbekleidungsbranche relevanten Studiengänge durch die Aufnahme von nachhaltigkeitsbezogenen Themen in die Studienpläne. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Ethik, Qualitätsmanagement und sozialer Dialog. Darüber hinaus werden die Studiengänge um praxisorientierte Veranstaltungen ergänzt, um die Hochschullehre zu verbessern und es den Studierenden zu ermöglichen, praktische Berufserfahrung zu sammeln.
2. tärkung der Beziehungen zwischen der Forschung an ausgewählten staatlichen und privaten Hochschulen und der Konfektionsbekleidungsbranche.
3. erbesserung der Fähigkeiten und Kompetenzen der Führungskräfte des mittleren Managements in der Konfektionsbekleidungs- und Textilbranche durch Aufbaustudiengänge zum Thema soziale und ökologische Nachhaltigkeit.
Als Partnerinstitution des Projekts ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vorgesehen.