2016.2136.6

Energieeffizienz und Integration von Erneuerbaren Energien ins Netz

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministry of Power, Energy and Mineral Resources

Bangladesch ist eines der am dichtesten bevölkerten Länder der Welt. Die Gewährleistung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung stellt eine anhaltende Herausforderung für das Land dar. Um den stetig wachsenden Energiebedarf der Bevölkerung zu decken, kommen sowohl herkömmliche als auch erneuerbare Energiequellen zum Einsatz. Besonders die Nutzung von Solarenergie und ein effizienterer Betrieb des Stromnetzes bergen das Potenzial, den steigenden Energiebedarf zu decken. Jedoch sind die Rahmenbedingungen noch nicht ausreichend, damit die Stakeholder die Potentiale der Netzintegration von Solarenergie einerseits und von Effizienzsteigerungen im Stromnetzt andererseits ausschöpfen zu können.

Zudem führt die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das bestehende Stromnetz zu Schwankungen der Netzfrequenz, was für Netzbetreiber eine erhebliche Herausforderung darstellt. In den Stromübertragungs- und Stromverteilungssystemen des Landes kommt es häufig zu Ausfällen, vor allem in ländlichen und stadtnahen Gebieten. Die Regierung ist sich dieser Problematik bewusst. Um diese wesentliche Hürde für die Entwicklung des Landes zu bewältigen, setzt sie auf die Sicherstellung einer kontinuierlichen Energieversorgung auch durch die verstärkte Nutzung von nachhaltigen Energielösungen. Nachhaltige Energielösungen – entweder in Form von erneuerbaren Energien oder in Form von energieeffizienten Technologien – ist ein zentraler Aspekt in den Bemühungen der Regierung die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die Integration von Solarenergie ins Netz und für die Effizienzsteigerung im Stromnetz, die von den relevanten Akteuren genutzt werden, sind von Entscheidungsträgern des Energiesektors verbessert.

Vorgehensweise

Ziel des Projekts ist eine Verbesserung der Bedingungen, unter denen Stakeholder erneuerbare Energie, insbesondere aus Photovoltaikanlagen, in das Stromnetz einspeisen und dessen Effizienz erhöhen können. Um dieses Ziel in Kooperation mit den Durchführungspartnern, die unter der Leitung des Ministerium für Strom, Energie und mineralische Rohstoffe (MPEMR) stehen, zu erreichen, verfolgt das Projekt auf mehreren Ebenen einen Multi-Stakeholder-Ansatz. Dabei umfasst das Projekt drei Komponenten, die unterschiedliche Interventionsebenen abdecken:

Komponente A hat das Ziel, in Zusammenarbeit mit der Behörde für die Entwicklung von nachhaltigen und erneuerbaren Energien (SREDA) und weiteren nationalen Partnern, auf der Makroebene geeignete Rahmenbedingungen zur Netzintegration von Solarenergie zu schaffen. Der Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung politischer und ökonomischer Instrumente und einer Förderung des Dialogs zwischen öffentlichen und privaten Akteuren.

Komponente B stärkt die technischen Fähigkeiten des nationalen Übertragungsnetzbetreibers (PGCB), insbesondere zur Netzintegration von Solarenergie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aufbau von Kapazitäten zur computergestützten Netzmodellierung und der Analyse von Szenarien für die Integration von Solarenergie.

Komponente C zielt in Kooperation mit einem Verteilnetzbetreiber (WZPDCL) auf die Effizienzsteigerung des Verteilungsnetzes in einer Pilotregion. Im Vordergrund stehen die Identifizierung von Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen, die Folgeabschätzung der Netzintegration von erneuerbaren Energien, die Nutzung von Smart-Grid-Technologien sowie ein verbessertes Effizienzmonitoring.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
23230

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

Zuständige Organisationseinheit
2B00 Asien II

Nachfolger-Projekt
2017.2079.6

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
2.566.423 €

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