2016.2078.0

Erhalt Biodiversität - Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministry of Environment, Forests and Climate Change

Ziel

Die Bevölkerung in den ländlichen Projektgebieten ist in Bezug auf den Mensch-Wildtier-Konflikt besser geschützt. Es werden vereinbarte Richtlinien und Instrumente genutzt, um Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren zu reduzieren.

Vorgehensweise

Dem Projekt liegt der Ansatz der harmonischen Koexistenz zugrunde: Es soll sichergestellt werden, dass beide Seiten – Menschen und Wildtiere – vor Konflikten geschützt sind. Menschliche Bedürfnisse und Naturschutz sollen in Einklang gebracht werden; dies entspricht den Grundsätzen des modernen Wildtierschutzes.

Die Herangehensweise an Mensch-Wildtier-Konflikte (HWC) erfolgt ganzheitlich über Risiko-faktorenprävention und Schadenminderung auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebe-ne, und dies in drei Wirkungsbereichen:

- Erarbeitung eines Strategie- und Aktionsplans zur Minderung des Mensch-Wildtier-Konflikts auf nationaler Ebene und in ausgewählten Bundesstaaten

- Pilotanwendung eines ganzheitlichen Konzepts und entsprechender Instrumente zur Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten an Pilotstandorten in drei Partner-Bundesstaaten des Projekts

- Förderung der Kapazitätsentwicklung wichtiger Stakeholder für die Mensch-Wildtier-Konfliktminderung in Indien

Um die Risikofaktoren für Mensch-Wildtier-Konflikte zu reduzieren, werden Makroplanungsin-strumente, rahmengebende Leitlinien und Standard Operational Procedures ausgearbeitet werden. Zur Prävention von Mensch-Wildtier-Konflikten müssen Methoden wie Mensch-Wildtier-Trennung oder Wildtier-Populationsmanagement entwickelt werden. Wo das Leben von Menschen und ihr allgemeines Wohlbefinden durch Konflikte beeinträchtigt sind, muss eine Entschädigung erfolgen.

Das Projekt trägt durch die Verankerung von HWC-Fragen in der Bezirksplanung zur Organi-sationsentwicklung bei. Seine Durchführung wird durch Partizipation und Kooperation mit der Zivilgesellschaft geprägt sein. Es wird insbesondere Frauen und arme Menschen in ländlichen Regionen begünstigen, die als am stärksten gefährdete Mitglieder der Gesellschaft gelten. Um die HWC-Minderung zu einem landesweiten Anliegen zu machen, werden an den Pilotstandor-ten hochmoderne, innovative Instrumente eingesetzt werden. Dabei wird auf mehreren Ebe-nen angesetzt, mit einer gegenseitigen Feedback-Schleife zu den Lernerfolgen auf nationaler Ebene, in den Bundesstaaten und an den Pilotstandorten, um während der gesamten Projekt-durchführung das Engagement der wichtigsten Stakeholder sicherzustellen. Die Pilotstandorte in drei ausgewählten Bundesstaaten sind Gebiete, in denen Mensch-Wildtier-Konflikte beste-hen: Der Forstkreis Kodagu in Karnataka, der Forstbezirk Haridwar in Uttarakhand und das Gebiet um den Gorumara National Park im Bezirk Jalpaiguri in Westbengalen.

Das Projekt unterstützt die Zusammenarbeit zwischen wichtigen Sektoren und Stakeholdern durch sek-torübergreifende Strategie-Arbeitsgruppen und Standard Operational Procedures (SOPs) mit Einbezug von Experten unterschiedlicher Disziplinen aus wichtigen Ministerien, Sektoren und lokalen Einrichtun-gen. Um die Nachhaltigkeit der Initiativen sicherzustellen, bietet das Projekt Institutionen individuelle Maßnahmen zum Ausbau der Personalkapazität sowie Fachspezialisten im Bereich Mensch-Wildtier-Konfliktminderung in Indien. 
Informationen

CRS-Schlüssel
41030

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Biodiversitätskonvention

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
2B00 Asien II

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
5.500.000 €

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