2021.2256.2

Erinnerungskultur und Stärkung der Resilienz in Odessa

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Stadtverwaltung Odessa

Ausgangssituation

Im Oktober 2021 wiederholte sich zum 80. Mal der Jahrestag des „Massakers von Odessa". Bei diesem Ereignis sind zehntausende jüdische Bürger*innen durch rumänische Truppen, unter deutscher Beteiligung, brutal ermordet worden. Bisher fehlte ein Ort für Angehörige und Hinterbliebene der Opfer, um sich zu erinnern. Zudem mangelte es an einer Möglichkeit, sich über die Vergangenheit zu informieren und nachfolgende Generationen über die Geschehnisse aufzuklären. Das Projekt hat eine Gedenkstätte gebaut, um eine angemessene Erinnerungskultur zu ermöglichen.

Durch den russischen Angriffskrieg seit Februar 2022, von dem auch Odessa stark betroffen ist, hat sich die Ausgangslange des Projekts drastisch verändert. Hilfsgüter stehen im Vordergrund, mit der die Stadtverwaltung die Resilienz, das heißt Widerstandsfähigkeit, und Grundversorgung der Bevölkerung aufrechterhalten kann.

Projektziel

Die Voraussetzungen der Stadtverwaltung von Odessa, um eine Grundversorgung der Bevölkerung während des Krieges sicherzustellen, sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt dabei, Güter zu beschaffen, mit denen die städtische Grundversorgung aufrechterhalten werden kann. Dazu gehören Kleinbusse, Lastwagen, Müllfahrzeuge und Abschleppwagen sowie Treibstoff, die die kommunale Mobilität erhalten. Auch medizinische Güter wie Erste-Hilfe-Koffer wurden geliefert, damit Betroffene im Ernstfall schnell gesundheitliche Erstversorgung bekommen können. Das Projekt hat zudem dazu beigetragen, zahlreiche Wärmestuben mit leistungsfähigen Routern auszustatten, um die Internetverbindungen zu stabilisieren. Durch IT-Geräte wie Laptops und Drucker können die kommunalen Behörden die zahlreichen Binnenvertriebenen besser organisieren. 
Informationen

CRS-Schlüssel
16061

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikantes Nebenziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Zuständige Organisationseinheit
3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
4.225.000 €

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