Ausgangssituation
Burkina Faso ist stark vom Klimawandel bedroht. Unangepasste Landnutzungsmethoden und ein auf Grund des Bevölkerungswachstums steigender Nutzungsdruck auf die natürlichen Ressourcen haben zur Degradierung landwirtschaftlicher Nutzflächen geführt. Diese Degradierung wird durch die Auswirkungen des Klimawandels, zum Beispiel die ungünstige Verteilung der Niederschläge, Trockenperioden und Starkregen, noch verschärft.
Die Existenz eines Großteils der burkinischen Landbevölkerung, die in erster Linie von der Landwirtschaft lebt, ist durch die Verringerung kultivierbarer Böden, die Abnahme der Bodenfruchtbarkeit und sinkende Ernteerträge ernsthaft bedroht. So sind immer weniger Nahrungsmittel verfügbar. Außerdem nimmt die biologische Vielfalt stetig ab. Der Nutzungsdruck verschärft die Konkurrenz um Nutzflächen und schürt zunehmend Konflikte um die Ressourcen Wasser und Boden. Der lokalen Bevölkerung fehlen ausreichende Kapazitäten, damit sie ihre Techniken und Nutzungssysteme an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können. Die Regierungen von Burkina Faso und Deutschland haben zur Lösung dieser Probleme dieses Vorhaben ins Leben gerufen.
Ziel
Die lokale Bevölkerung im Südwesten Burkina Fasos ist besser in der Lage, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet vor allem auf der lokalen und regionalen Ebene. In den Dörfern richtet sich das Vorhaben an Frauen, Männer und Kinder im Südwesten Burkina Fasos, die Landwirtschaft und Viehhaltung betreiben. Kooperationspartner sind außerdem die Kommunen, technischen Dienste, Organisationen und Forschungseinrichtungen, die Dienstleistungen zur Anpassung an den Klimawandel anbieten.
Im Auftrag des Vorhabens berät AFC Consultants International ausgewählte ländliche Kommunen dabei, unfruchtbare und erodierte Flächen wieder urbar zu machen und sie vor weiterer Erosion zu schützen. Dadurch kann die Bevölkerung besser auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren. Kommunen und Dienstleister werden bei der Integration von Anpassungsmaßnahmen in kommunale Entwicklungspläne und Dienstleistungsangebote unterstützt.
Wirkungen
Bislang wurden folgende Wirkungen erzielt:
• 5.314 Hektar Wassereinzugsgebiete wurden zurückgewonnen.
• 84.794 Meter Erosionsschutzanlagen wurden begrünt.
• 22.800 Agroforstpflanzen wurden auf den zurückgewonnenen Flächen gepflanzt.
• 5.833 Begünstigte des Projekts, davon 2.256 Frauen, wurden zu den Herausforderungen des Klimawandels sensibilisiert und ausgebildet.
• 289 Personen wurden für die Einbeziehung der Auswirkungen des Klimawandels in die lokale Planung ausgebildet.
Perspektivisch trägt das Vorhaben dazu bei, mindestens 14.680 Hektar Wassereinzugsgebiete zu schützen. 28 Kommunen erhalten Unterstützung bei der Integration von Anpassungsmaßnahmen in die landwirtschaftliche Praxis und bei der Stärkung ihrer Leistungsfähigkeit, um Erosionsschutzanlagen dauerhaft zu betreiben, zurückgewonnene Flächen in Wert zu setzen und Wertschöpfungsketten zu fördern.