2023.1800.4

Förderung der Klimaresilienz in der Ernährungssicherung im südlichen Somalia

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministry of Planning, Investment and International Cooperation (MOPIIC) in Jubbaland, Somalia
Kontakt

Rebekka Bernholt

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Ausgangssituation

Wiederkehrende Dürren, geringe landwirtschaftliche Erträge und instabile Institutionen bedrohen die Ernährungssicherheit im Süden Somalias. Mehr als vier Millionen Menschen fehlt regelmäßige Nahrung, dabei überwiegend Binnenvertriebenen.

In Kismayo, einer Hafenstadt in Südsomalia, leben 43 Prozent der Bevölkerung in Armut und 40 Prozent leiden unter unsicherer Ernährung. In der Stadt Baidoa im Südwesten berichten 70 Prozent der Haushalte von knappen Nahrungsmitteln.

Kleinbäuerinnen und -bauern haben nur begrenzten Zugang zu Betriebsmitteln wie Dünger und Saatgut, Beratung und Wasser. Die Folgen des Klimawandels und Konflikte machen sie zudem verwundbarer.

Ziel

Kleinbäuerinnen und -bauern, Binnenvertriebene, Aufnahmegemeinschaften, geflüchtete Rückkehrer*innen und Institutionen in Südsomalia können eine klimagerechte und sichere Ernährung besser gewährleisten.

Vorgehensweise

Das Projekt ist in Kismayo und Baidoa bereichsübergreifend tätig:

1. Es fördert den Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln, indem es Kleinbäuerinnen und -bauern in der Region Jubaland dazu schult, klimaangepasste, nährstoffreiche Pflanzen anzubauen.

2. Es unterstützt dabei, die Lebensgrundlagen und Einkommensquellen breiter aufzustellen. Dafür schult es Unternehmen und stellt Startkapital und -bestände zur Existenzgründung bereit.

3. Es verbessert den Zugang zu Wasser und Katastrophenvorsorge. Dabei schult es die Wasserbehörde von Jubaland (Jubaland Water Agency, JUWA) und investiert finanziell in das Wasserversorgungssystem.

Das Projekt wird mit den Ministerien für Planung und internationale Zusammenarbeit Jubaland und Südweststaat, dem Landwirtschaftsministerium von Jubaland und der JUWA umgesetzt. Fachlich unterstützen Partner wie die Beratungsfirmen Niras und Alight sowie die Nichtregierungsorganisationen Globale Initiative für ländliche Entwicklung (Global Initiative for Rural Development, GIRD) und Norwegischer Flüchtlingsrat (Norwegian Refugee Council, NRC).

Stand: September 2025 
Informationen

CRS-Schlüssel
43072

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Katastrophenrisikomanagement
  • Anpassung an den Klimawandel

Zuständige Organisationseinheit
1500 Ostafrika und Horn von Afrika

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
17.000.000 €

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