Ausgangssituation
Benin gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Gerade in der
Landwirtschaft leben viele Menschen unterhalb der
Armutsgrenze, obwohl sie 80 Prozent aller Exportgüter Benins
erwirtschaften.
Es gibt mehrere Gründe für die Armut in der Landwirtschaft:
Sie ist von kleinbäuerlichen Betrieben mit niedriger
Produktivität geprägt, es gibt kaum weiterverarbeitende
Industrie. Saatgut, Futter, Dünger und weitere Betriebsmittel
sind schwer zu beschaffen. Zudem fehlt es an flächendeckender
landwirtschaftlicher Beratung; diese ist unterfinanziert und
schlecht organisiert. Den Behörden, die für die Landwirtschaft
zuständig sind, mangelt es an Effizienz.
Ziel
Methoden, um landwirtschaftliche Einnahmen auszubauen,
sind bei Verantwortlichen, die in zwei Regionen in der
landwirtschaftlichen Beratung arbeiten, langfristig verankert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert die Entwicklung der Landwirtschaft in
vier Bereichen:
1. Politikberatung: Es unterstützt das
Landwirtschaftsministerium dabei, eine nationale Strategie
zur landwirtschaftlichen Beratung und Entwicklung
umzusetzen.
2. Weitergabe von Wissen: Es kräftigt staatliche und
nichtstaatliche Institutionen sowie Unternehmen,
strukturiertes Wissen zu Digitalisierung und Vermarktung
an die landwirtschaftlichen Betriebe weiterzugeben, damit
diese erfolgreicher wirtschaften können.
3. Wertschöpfungsketten: Das Vorhaben unterstützt die
landwirtschaftlichen Betriebe dabei, sich in Netzwerken zu
organisieren, um den Anbau, die Verarbeitung und die
Vermarktung von Reis, Soja und Sheanüssen zu
modernisieren. Vor allem Frauen werden darin gefördert,
mit neuen Technologien und Erkenntnissen künftig mehr
Reis anzubauen, der zudem widerstandsfähiger gegen die
Klimafolgen Dürre, Hitze und Überschwemmungen ist.
4. Berufsbildung: Das Vorhaben baut Pilotprojekte auf, die
dazu beitragen, die Lehrpläne in der landwirtschaftlichen
Berufsbildung zu verbessern.
Stand: August 2023