Ausgangssituation:
Jordanien weist eine der weltweit niedrigsten Quoten an arbeitenden Frauen auf, obwohl viele junge Frauen über anerkannte Bildungsabschlüsse verfügen. Besonders in technischen, grünen und kreativen Berufen sind sie stark unterrepräsentiert. Ursachen hierfür sind unter anderem traditionelle Geschlechternormen, ein eingeschränkter Zugang zu arbeitsrelevanter Berufsbildung, geschlechtergetrennte Ausbildungen sowie strukturelle Hürden wie fehlende Berufsorientierung, begrenzte Praxis und eine geringe gesellschaftliche Akzeptanz, dass Frauen in nichtstereotypischen Berufen arbeiten.
Ziel:
Die jordanische Regierung setzt ihre nationale Berufsbildungsreform geschlechtergerecht um und erhöht die Beschäftigungsfähigkeit von Frauen.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben unterstützt das jordanische Bildungsministerium dabei, die Berufsbildung geschlechtergerecht zu reformieren. Gemeinsam arbeiten sie daran, praxisnahe Ausbildungen für junge Frauen in technischen, grünen und kreativen Bereichen umzusetzen sowie einen besseren Übergang zum Arbeitsmarkt zu schaffen. Das Vorhaben stärkt die institutionellen Fähigkeiten des Bildungsministeriums, indem es dieses schult und Fachwissen ausbaut. Außerdem entwickelt es praxisnahe Ausbildungs- und Lernformate für junge Frauen, geschlechtersensible Berufsorientierung sowie Beratung. Es fördert ergänzend den Übergang in Arbeit, indem es Frauen Mentoring und Netzwerke anbietet. Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsmaßnahmen unterstützen darin, Geschlechterrollen abzubauen und Frauen zur Ausbildung in technischen, grünen oder kreativen Bereichen zu ermutigen. Das Vorhaben ist hauptsächlich in städtischen Gebieten und in ausgewählten ländlichen Regionen tätig.