2022.2055.6

Förderung von guter finanzieller Regierungsführung in Sambia IV

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministry of Finance
Kontakt

Dr. Barbara Dutzler

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Ausgangssituation

Sambia hatte in den letzten Jahren ein starkes

Wirtschaftswachstum. Trotzdem ist es nicht gelungen, die

Armut zu verringern und Ungleichheiten abzubauen. Im Jahr 2022 lebten 60 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze und fast die Hälfte davon in extremer Armut. Zudem sind Frauen oft benachteiligt; der Klimawandel wirkt sich auf die landwirtschaftliche Produktion und auf die Stromerzeugung mit Wasserkraft aus. Dadurch verstärkt sich Sambias

Finanzierungsdefizit: Das Land hat nicht genügend eigene Mittel, um

wichtige Vorhaben umzusetzen.

Nachdem das Haushaltsdefizit über Jahre zugenommen hatte, war Sambia im November 2020 nicht mehr in der Lage, seine Auslandsschulden zu bedienen. Im September 2022 wurde daher ein Programm mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart, in dem sich die sambische Regierung zu ambitionierten Reformen im System der öffentlichen Finanzen verpflichtete.

Ziel

Sambia reformiert seine öffentlichen Finanzen und erhält dadurch

finanziellen Spielraum, um öffentliche Mittel entwicklungsorientiert

einzusetzen und Armut sowie Ungleichheit zu reduzieren.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät die Regierung zu Reformen und ist in vier Bereichen

tätig:

# Es fördert fiskalische Nachhaltigkeit durch verbesserte Haushaltsplanung, Risiko- und Schuldenmanagement. Zudem berät es zu

einer verteilungsgerechten dezentralen Finanzarchitektur mit mehr

Befugnissen für die Kommunen.

# Es verbessert die Effizienz beim Einsatz von Ressourcen und setzt sich

dafür ein, Geschlechtergerechtigkeit und Klimavorhaben in den

Staatsausgaben stärker zu berücksichtigen.

# Es unterstützt die Mobilisierung von Eigeneinnahmen, um eine

gerechtere und effizientere Steuerpolitik zu gestalten und die Steuer

befolgungsrate zu erhöhen.

# Es fördert Veränderungsmanagement und Organisationsentwicklung sowie die Professionalisierung des öffentlichen Diensts, damit Reformen besser gesteuert und umgesetzt werden können.

An dem Projekt beteiligen sich die Europäische Union und USAID

finanziell. 
Informationen

CRS-Schlüssel
15111

Kombifinanzierung
  • Europäische Union (EU) (10,70 Mio. €)
  • US Agency for International Development (3,31 Mio. €)
Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
1300 Südliches Afrika

Vorgänger-Projekt
2018.2040.6

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
23.508.771 €

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