2020.1008.0

Förderung von Multi-Akteurs-Projekten für nachhaltige Textillieferketten

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ausgangssituation

Weltweit ist die Textilbranche zu einem wichtigen Wirtschaftszweig angewachsen, der mehr als 75 Millionen Menschen Arbeitsplätze und Einkommen bietet. Jedoch hält die Textilbranche vielerorts Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards nicht ein. Beispiele dafür sind zu niedrige Arbeitslöhne, fehlende soziale Sicherungssysteme oder Entlassungen bei Gewerkschaftszugehörigkeiten. Zudem handelt es sich um eine der ressourcenintensivsten Branchen der Welt – sie belastet die Umwelt stark. Vor allem Arbeitnehmer*innen und Menschen, die in der Nähe von Produktionsbetrieben leben, leiden darunter.

Entsprechende Standards einzuführen, umzusetzen und zu überwachen ist jedoch individuell nicht möglich. Das liegt an der großen Zahl involvierter Akteur*innen sowie an mangelnder Transparenz entlang der Lieferkette. Deshalb setzt das Vorhaben darauf, in Multi-Akteurs-Projekten konkrete und dauerhafte Lösungen zu entwickeln.

Ziel

Unternehmen, Zivilgesellschaft und Politik arbeiten zusammen, um Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards entlang der Textillieferkette zu stärken.

Vorgehensweise

Das Vorhaben kooperiert mit dem „Bündnis für nachhaltige Textilien" und dessen Mitgliedern in Bündnisinitiativen und gemeinsamen Projekten. Außerdem entwickelt es zusammen mit verschiedenen Akteur*innen innovative Pilotprojekte. Dabei geht es beispielsweise in der tunesischen Textilindustrie um Maßnahmen für ein effektiveres Chemikalien-, Umwelt- und Energiemanagement. Ein weiteres Beispiel ist, im Kontext der Corona-Pandemie Hygienekonzepte für Textilproduktionsstätten zu entwickeln. Nach der erfolgreichen Pilotphase werden die Projekte für weitere Branchen und Länder angepasst und ausgerollt.

Des Weiteren trägt das Vorhaben zu Verbesserungen durch strategische Kooperationen bei. Das ist sowohl durch die institutionelle Förderung etwa von Stiftungen oder Nichtregierungsorganisationen möglich als auch in Zusammenarbeit mit Partner*innen vor Ort. 
Informationen

CRS-Schlüssel
25040

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung

Vorgänger-Projekt
2017.1000.3

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
4.592.505 €

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