Ausgangssituation:
Kamerun beheimatet große Waldgebiete. Diese sind entscheidend für den Lebensunterhalt der ländlichen Bevölkerung und die Wirtschaft. Sie haben zudem für Klimaschutz und Artenvielfalt eine globale Bedeutung. Der Wald leidet und schrumpft aber durch Übernutzung, illegale Abholzung sowie den Ausbau von Landwirtschaft und Bergbau. Besonders indigene Gemeinschaften und Frauen sind stark von den Wäldern abhängig. Sie sind jedoch in Entscheidungsprozessen und wirtschaftlicher Teilhabe unterrepräsentiert. Die Regierung Kameruns hat die Wald- und Holzwirtschaft in der nationalen Entwicklungsstrategie 2020 bis 2030 (Stratégie Nationale de Développement 2020 à 2030, SND30) als strategisch wichtig eingestuft. Sie erkennt darin an, dass gute Regierungsführung wichtig ist, um die Wirtschaft strukturell zu verändern.
Ziel:
Die Transformation der Wald- und Holzwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit ist verstetigt.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben berät Ministerien sowie waldbewirtschaftende Gemeinden und Gemeinschaften. Die Schwerpunkte dabei sind:Transparenz und Legalität durch digitale Nachweis- und Rückverfolgbarkeitssysteme für Holz verbessern gute Regierungsführung in der Waldbewirtschaftung ausbauen Produzent*innen, Verarbeiter*innen, Händler*innen und Vertrieb vernetzen, um nachhaltige Geschäftsmodelle mit Holz- und Nichtholz-Waldprodukten voranzutreiben. Insbesondere soll Restholz aus Sägewerken verwertet werden, die Selbstbestimmung von indigenen Bevölkerungsgruppen und Frauen fördern, damit sie Einfluss auf Entscheidungen nehmen können, die ihre Rechte und wirtschaftliche Teilhabe betreffen die Gesetze verbessern, sodass die Behörden Finanzmittel für waldbezogenen Klima- und Biodiversitätsschutz ausbauen.