2015.0124.6

Globalvorhaben Verantwortungsvolle Landpolitik

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Partnerministerien

Für große Teile der Weltbevölkerung hängt die Lebensgrundlage direkt vom Zugang zu Land ab. Viele Landbesitzende und -nutzende verfügen jedoch über informelle oder traditionell gewährte Rechte, die nicht ausreichend anerkannt werden. Konkurrenz und Konflikte um Grund und Boden sind symptomatisch für den steigenden Druck auf die Ressource Land. Beispielsweise führen fehlende Schutzmaßnahmen, intransparente Planung sowie mangelnde Konfliktlösung bei großflächigen Agrarinvestitionen oft zu Konflikten, Zwangsenteignungen und Vertreibungen.

Ziel

Der Zugang zu Land hat sich für bestimmte Bevölkerungsgruppen, insbesondere für Frauen und marginalisierte Gruppen, in ausgewählten Partnerländern verbessert.

Vorgehensweise

Mit den politischen Verantwortlichen in den beteiligten Ländern arbeitet das Vorhaben daran, die Rahmenbedingungen für die Landpolitik und die rechtliche Situation der Bevölkerung zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen drei Handlungsfelder:

1. Landrechte der ländlichen Bevölkerung durch bessere Verfahren sichern

Das Vorhaben stärkt sowohl individuelle als auch kollektive Land- und Nutzungsrechte. Die Rechtssicherheit verbessert sich dort durch Eigentumstitel, langfristige Pachtverträge oder Nutzungsvereinbarungen.

2. Die Zivilgesellschaft an verantwortungsvoller Landpolitik beteiligen

Das Vorhaben unterstützt zivilgesellschaftliche Gruppen, die sich an neuen Verfahren zur Sicherung der Landrechte beteiligen. Sie nehmen eine wichtige Rolle beim Konfliktmonitoring ein, gestalten den Dialog und treten als Dienstleister auf.

3. Rahmenbedingungen für verantwortungsvolle private Agrarinvestitionen verbessern

Das Vorhaben setzt eine Reihe von Sensibilisierungs- und Dialogmaßnahmen um. Sie fördern verantwortungsvolle Agrarinvestitionen, die die Rechte und Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung berücksichtigen. In Äthiopien, Uganda und Laos beteiligt sich daran die Europäische Union (Responsible Governace of Investment in Land, RGIL).

Das Vorhaben orientiert sich an den entsprechenden Leitlinien der Vereinten Nationen (CFS VGGT) sowie des Welternährungsausschusses (CFS RAI).

 
Informationen

CRS-Schlüssel
43040

Kombifinanzierung
  • Europäische Union (EU) (16 Mio. €)
Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
G530 Ernährungs- und Landnutzungssysteme

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
121.868.500 €

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