Ausgangssituation:
Die Länder am Nil arbeiten seit vielen Jahren in der Nilbeckeninitiative (NBI) zusammen, um den Fluss gemeinsam zu nutzen. Seit 2024 ist die Kooperation in einer wichtigen Übergangsphase: Die Staaten müssen klären, wie sie künftig zusammenarbeiten wollen. Denn starkes Bevölkerungswachstum, Klimawandel sowie steigender Wasserbedarf für Landwirtschaft und Energie belasten den Nil. Gleichzeitig gibt es politische Spannungen, Konflikte in einigen Ländern und sehr unterschiedliche nationale Pläne dazu, wie das Wasser genutzt wird. Die NBI hat technische Kompetenzen aufgebaut, verfügt aber aktuell nicht über genügend Mittel und Fähigkeiten, um die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen den Ländern zu vertiefen sowie eine neue Kooperationsform vorzubereiten.
Ziel:
Die NBI kann die Nil-Anrainerstaaten besser dabei unterstützen, die gemeinsamen Wasserressourcen zukunftssicher zu nutzen und zu entwickeln.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben konzentriert sich auf drei Bereiche, die für die regionale Zusammenarbeit besonders wichtig sind: Erstens verbessert es gemeinsam mit Fachleuten aus den Mitgliedsstaaten die digitalen Anwendungen, um Hoch- und Niedrigwasser regional zu messen und vorherzusagen. Damit können die Länder Risiken früher erkennen und besser handeln. Zweitens begleitet das Vorhaben die NBI dabei, den Dialog der Länder zu moderieren, der sich mit der Wassernutzung beschäftigt. Dabei sollen die Staaten ein digitales System weiterentwickeln, das Informationen zu verfügbarem Wasser, seiner Nutzung und Zukunftsszenarien anschaulich und verständlich darstellt. Drittens berät das Vorhaben die NBI darin, Finanzierungspartner für das Investitionsprogramm zu gewinnen. Dies unterstützt regionale Projekte, die den Schutz und die verantwortungsvolle Nutzung von grenzüberschreitenden Gewässern fördern. Bei seinen Aktivitäten arbeitet das Vorhaben eng mit der NBI, nationalen Behörden, regionalen Organisationen und internationalen Fachpartnern zusammen.