Ausgangssituation:
70 Prozent der Wasserressourcen im südlichen Afrika sind grenzüberschreitend. Sie bilden die Grundlage für das Leben von Mensch und Tier sowie für die wirtschaftliche Entwicklung. Klimawandel und steigender Wasserbedarf führen jedoch zu Wasserunsicherheit und -knappheit. Daher müssen die Mitgliedstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC) beim grenzüberschreitendem Wassermanagement enger zusammenarbeiten.Den dafür verantwortlichen Institutionen, zum Beispiel Flussgebietsorganisationen (FGO), mangelt es allerdings häufig an technischer und finanzieller Ausstattung. Für Planung und Entscheidungen fehlen oft wichtige Informationen. Zudem kommen Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Umweltschutz und langfristige Finanzierung häufig zu kurz.
Ziel:
Leistungsfähigere Strukturen der Regierungsführung verbessern das grenzüberschreitende, klimaangepasste Wassermanagement im südlichen Afrika.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben unterstützt die SADC dabei, Politiken und Leitlinien für die regionale Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten zu erarbeiten und umzusetzen. Mit zusätzlichen Geldern der Europäischen Union (EU) unterstützt das Vorhaben FGO dabei, ihre Informationssysteme weiterzuentwickeln. Diese ermöglichen eine verlässlichere Grundlage für Entscheidungen. Zudem fördern Austauschformate und Weiterbildungen regionalen Wissensaustausch, Synergien sowie [JK1] Fach- und Managementkompetenzen.In Lesotho unterstützt das Vorhaben durch weitere Finanzmittel der EU ein besseres Management der Wassereinzugsgebiete: Gemeinsam mit Gemeinden setzt es Entwicklungs- und Wassereinzugsgebietspläne in drei ausgewählten Einzugsgebieten um. Gleichzeitig entwickelt das Vorhaben langfristige Finanzierungsmodelle.So trägt das Vorhaben ganzheitlich zur Wassersicherheit bei. Denn die SADC-Region passt sich an den Klimawandel an und beugt Konflikte um Wasser vor.