Vorgehensweise
Das Vorhaben nutzt die Beteiligung beider Länder an der DSI und ihr Engagement im Qualitätsprogramm Donau-Soja als Hebel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Agrarwirtschaft und der Akteure im ländlichen Raum. Dies soll z.B. durch die Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsmodellen für kleine und mittlere Sojabauern, die Verankerung des notwendigen Wissens über Schulungsprogramme sowie durch den Aufbau von Entwick-lungspartnerschaften mit der Wirtschaft erreicht werden. Darüber hinaus soll die verstärkte Zusammenarbeit osteuropäischer Länder außerhalb der EU mit EU-Mitgliedsstaaten in der Donau Soja Initiative den beiden Ländern den Anschluss an Innovationen zu diesem Thema in den Nachbarländern ermöglichen. Von einer Beteiligung an dergemeinsamen Entwicklung von Lösungen werden die beiden Länder besonders profitieren.
Das Vorhaben verfolgt hierfür eine Mehr-Ebenen-Förderstrategie:
1) Auf politischer Ebene konzentriert sich die Beratung auf die Anpassung der GVO-Gesetzgebung an EU-Recht und die Entwicklung eines regional harmonisierten Kennzeichnungs- und Kontrollsystems für GVO-freie Produkte. Des Weiteren wird die Gestaltung geeigneter Anreiz- und Fördersysteme unterstützt;
2) Auf der Mittlerebene werden ausgewählte Forschungsinstitute in der Umsetzung von angewandter Forschung im Sojaanbau beraten. Auch die Vernetzung dieser Forschungsinstitute mit regionalen/internationalen Kooperationspartnern wird in diesem Zusammenhang gestärkt.
Ein Netzwerk von ca. 25 Demonstrationsfarmen soll Lösungen für bestehende Probleme beim Sojaanbau finden, nachhaltige Anbaupraktiken identifizieren und an die beteiligten Landwirte vermitteln und offene Fragen in das Forschungsnetzwerk einbringen.
Das Vorhaben unterstützt landwirtschaftliche Beratungsdienste bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis. Die beteiligten Landwirte erhalten Zugang zu entsprechender Beratung.
3) Auf der Mikroebene steht der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Produktionslinie „GVO-freie Qualitätssoja" im Vordergrund. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Aufbau eines Kompetenzzentrums in Novi Sad, das die Bündelung und Verbreitung von Produktions-Wissen sowie Planung, Implementierung und Monitoring des Demonstrationsfarm-Netzwerkes gewährleisten soll. Produktionsbetriebe, insbesondere kleine und mittlere Betriebe nutzen Informationen und Schulung, um ihre Kompetenzen für den Sojaanbau auszubauen. Sie profitieren zudem von einer Diversifizierung ihrer Abnehmer.
Das Vorhaben wird den Aufbau langfristig tragfähiger Geschäfts-beziehungen unterstützen. Es knüpft Verbindungen zwischen europäischen und insbesondere deutschen Handelsunternehmen, die am Bezug von GVO-freier Qualitätssoja aus der Donauregion interessiert sind, und geeigneten Produzenten in Serbien und BuH.