2017.2208.1

Inklusion von Roma und anderen marginalisierten Gruppen in Serbien

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministerium für Menschenrechte, Minderheiten und Sozialen Dialog

Ausgangssituation

Gemäß einem Bevölkerungszensus aus dem Jahr 2011 leben in Serbien 147.000 Roma. Das entspricht 2,1 Prozent der Bevölkerung. Schätzungen gehen jedoch von tatsächlich 500.000 oder mehr Menschen aus. Aus diesem Grund könnten eine erfolgreiche Inklusion der Roma in die Mainstream-Gesellschaft sowie eine Beseitigung der bestehenden Hürden umfassend zu Serbiens wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung beitragen.

Gegenwärtig gehören Roma– insbesondere die Frauen und Mädchen sowie binnenvertriebene Roma – zu den marginalisiertesten und am meisten ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen in Serbien. Oft verfügen Roma nicht über eine offizielle Schul- und Berufsausbildung und erleben weit verbreitete Diskriminierung. Dies führt zu Problemen wie dem Ausschluss vom Arbeitsmarkt, von staatlichen Leistungen, von Aus- und Weiterbildung oder Gesetzgebungsprozessen.

Ziel

Zivilgesellschaft, Politik, Privatwirtschaft und Verwaltung in Serbien setzen erfolgreich die nationale „Strategie zur gesellschaftlichen Inklusion von Roma" (Strategy for the Social Inclusion of Roma) um.

Vorgehensweise

Um die Inklusion von Roma zu verbessern, hat die serbische Regierung die „Strategie zur gesellschaftlichen Inklusion von Roma" verabschiedet. Das Projekt unterstützt die Umsetzung und verfolgt in unterschiedlichen Bereichen die folgenden Hauptziele:

Landesweit:

1. Zusammenarbeit und Netzwerkbildung zwischen den Akteuren in allen Bereichen unterstützen

2. Ein landesweites Monitoring- und Evaluierungssystem entwickeln

3. Landesweite Antidiskriminierungskampagnen und Antidiskriminierungsschulungen durchführen

Regional:

1. Die kommunalen Selbstverwaltungen bei Erarbeitung und Umsetzung von Integrations- und Aktionsplänen unterstützen

2. Finanzielle Unterstützung für lokalangesiedelte Integrationsmaßnahmen zur Verfügung stellen

3. Die Bedeutung der wirtschaftlichen und sozialen Reintegration von Rückkehrenden in den Vordergrund stellen

Individuell

1. Innovative und individuell zugeschnittene Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung von schwer vermittelbaren und marginalisierten Menschen zur Verfügung stellen

2. Zusammen mit einem Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen ein Maßnahmenangebot zur Beratung sowie psychosozialen und rechtlichen Unterstützung fördern

Während der noch andauernden Pandemie setzte das Projekt für die durch die Lockdownmaßnahmen am stärksten betroffenen Gruppen Notfallmaßnahmen um. Teil davon waren Cash-for-work-Maßnahmen, Zugang zu Trinkwasser, Fernunterricht, die Verteilung medizinischer Produkte und Informationskampagnen.

Roma und andere marginalisierte Menschen unterstützen die Projektmaßnahmen aktiv in ihrer Rolle als „Protagonisten des Wandels" (Protagonists of Change).

 
Informationen

CRS-Schlüssel
15160

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Signifikantes Nebenziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Zuständige Organisationseinheit
3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa

Nachfolger-Projekt
2021.2148.1

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
15.500.000 €

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