Ausgangssituation
Die indische Regierung hat sich verpflichtet, bis 2070 CO2-Neutralität zu erreichen. Damit das gelingt, benötigt Indien eine geschätzte Solarleistung von 1.689 Gigawatt (GW) bis 2050, die bis 2070 auf 5.630 GW ausgebaut werden soll. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, sind jedoch große Herausforderungen zu bewältigen: Die solare Photovoltaik (PV) in Indien wird derzeit vor allem in Freiflächen- und Aufdachanlagen erzeugt, die mit hohem Flächenverbrauch verbunden sind. Diese konventionellen Methoden werden nicht ausreichen, um den prognostizierten Bedarf an Solarstrom zu decken. Die Flächennutzung zur Energieerzeugung konkurriert zudem zunehmend mit anderen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nutzungsbedarfen. Indien muss daher dringend neue innovative Technologielösungen für Solar-PV-Projekte identifizieren und einführen.
Ziel
Die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen und technologischen Voraussetzungen für klimafreundliche Solarstromerzeugung bei reduziertem Flächenbedarf haben sich verbessert.
Vorgehensweise
Um die indische Zielvorgabe von 500 GW erneuerbarer Energie bis 2030 zu erreichen, setzt das Vorhaben in den folgenden Bereichen an:
• In enger Zusammenarbeit mit dem indischen Ministerium für neue und erneuerbare Energien wurden sieben innovative Solar-PV-Anwendungen für die weitere Verbreitung ausgewählt. Die Anwendungen wurden auf ihr Potenzial in ganz Indien geprüft. Dazu wurde basierend auf einem geografischen Informationssystem ein Online-Atlas entwickelt.
• Das Projekt hat dazu aufgerufen, Vorschläge für Pilotanlagen einzureichen. Drei der zahlreichen eingegangenen Angebote wurden für eine Pilotdurchführung ausgewählt.
• Das Projekt unterstützt zehn Städte auf ihrem Weg zu einer zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gespeisten Stromversorgung. Außerdem bietet es Unterstützung an, um neue und innovative Solar-PV-Anwendungen in weiteren Städten zu fördern.
Stand: November 2024