2012.2081.3

Integriertes Ressourcenmanagement in asiatischen Städten: der urbane Nexus

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Economic and Social Commission for Asia and the Pacific (ESCAP)

Ausgangslage

In Asien wächst die städtische Bevölkerung jährlich um 44 Millionen Menschen. Dies stellt die städtische Versorgung und deren Betreiber vor enorme Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Wasser- und Sanitärversorgung, Energieversorgung und Energieeffizienz sowie Landnutzung und Ernährungssicherung ist schon heute in den meisten Städten Asiens ein kritischer Zustand erreicht, der eine nachhaltige Entwicklung schwierig erscheinen lässt. Städte beziehungsweise Stadtverwaltungen und städtische Versorger in Asien planen und managen in der Regel sektoral und nicht integriert. Sie können so die wechselseitigen Beziehungen in den drei „Nexus-Sektoren" (Wasser, Energie und Ernährungssicherung) und die damit einhergehenden Potenziale und Synergien in der Umsetzung nicht adäquat nutzen.

Die Themenfelder Wasser, Energie und Ernährungssicherung und ihre Interdependenzen sind spätestens durch die Rio+20-Konferenz vom Juni 2012 ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit gerückt. Sie spielen eine herausragende Rolle bei der Formulierung der Sustainable Developments Goals (SDG) und den Vorbereitungen für die HABITAT III Konferenz. Diese wird im Oktober 2016 in der Hauptstadt Ecuadors in Quito stattfinden.

Ziel

Die Grundlagen für ein integriertes Ressourcenmanagement in ausgewählten Städten Asiens sind gelegt. Institutionelle und personelle Ressourcen für ein integriertes städtisches Ressourcenmanagement sind in ausgewählten asiatischen Städten aufgebaut.

Ansatz

Der Fokus des Vorhabens liegt auf den Themen Sicherung der Wasser- und Sanitärversorgung, Energiesicherheit und Energieeffizienz sowie Landnutzung und Ernährungssicherung.

Den zentralen Ansatzpunkt bildet die lokale Ebene mit den Stadtverwaltungen/Planungsämtern. Auf der meso Ebene sind unter anderem die Verbände von Städten, Trainingsinstitute und NGOs zentrale Akteure. Auf der nationalen Ebene stehen nationale Regierungen und internationale Organisationen, die die Anbindung des Vorhabens an die internationale Rio+ 20-Diskussion, SDG und HABITAT III sicherstellen.

In den Beratungsprozess werden politische Entscheidungsträger auf allen drei Ebenen einbezogen. Das Vorhaben unterstützt die Partner praxisnahe Nexus Pilotprojekte zu konzipieren, zu planen und umzusetzen. Die Erfahrungen werden in eine regionale Dialog- und Lernplattform eingespeist.

Den kommunalen und regionalen Kontext bilden die nachfolgend genannten Städtepartner und Länder:

• Ulan Bator (1.200.000 Einwohner), Mongolei;

• Rizhao (2.880.000 Einwohner), China;

• Weifang / Entwicklungszone Binhai (9.000.000/ 1,000.000

Einwohner), China;

• Nakhon Ratchasima (Korat) (180.000 Einwohner), Thailand;

• Chiang Mai (150.000 Einwohner), Thailand;

• Da Nang (900.000 Einwohner), Vietnam;

• Pekanbaru (1.000.000 Einwohner) / Tanjungpinang (230.000

Einwohner), Indonesien;

• Naga City (180.000 Einwohner) und Santa Rosa (330.000

Einwohner), Philippinen.

Politischer Träger des Vorhabens ist United Nations Economic and Social Commission for Asia Pacific während International Council for Local Environmental Initiatives – South East Asia die Aufgabe des Durchführungspartners übernimmt.

Wirkungen

Praktische Nexus Pilotprojekte, 14 so genannte „case studies", wurden in den Nexus Partnerstädten identifiziert. Innovative Abwassermanagementkonzepte, verbunden mit Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, behandeltem Abwasser für die Landwirtschaft und Faulschlamm als organischen Dünger und Kompost für die Landwirtschaft, verknüpfen die Sektoren Wasser, Energie und Ernährung(s-sicherheit). Dieses integrierte Ressourcenmanagement wird im Rahmen von sektorübergreifenden „Nexus Task Forces" in den Städten verankert.

„Peer-to peer learning" hat den Süd-Süd Dialog gefördert und zu innovativen, angepassten, umweltfreundlichen und finanziell durchführbaren Abfallmanagementkonzepten geführt, die Abfall zu Energie umwandeln.

Eine institutionalisierte regionale Nexus Lernplattform organisiert zweimal im Jahr regionale Nexus Workshops. Die Plattform bezieht sowohl die zuständigen nationalen, regionalen und Organisationen auf Mittlerebene als auch den zivilgesellschaftlichen und staatlichen Sektor, internationale Geber und betroffene (Städte-) Netzwerke mit ein.

Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen sind sich der Bedeutung von integriertem, multisektoralem Ressourcenmanagement unter Einbezug des zivilgesellschaflichen und privatwirtschaftlichen Sektors zur Schaffung resilienter Städte bewusst.

Mehr Information: www.thai-german-cooperation.info

 
Informationen

CRS-Schlüssel
43030

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Anpassung an den Klimawandel
  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

Zuständige Organisationseinheit
2A00 Asien I

Nachfolger-Projekt
2015.2201.0

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
3.829.000 €

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