Ausgangssituation:
Viele Provinz- und Kommunalbehörden in Irak sind nicht in der Lage, ihre Bürger*innen verlässlich mit grundlegenden Leistungen wie Trinkwasser oder Verwaltungsdienstleistungen zu versorgen. Gleichzeitig sind Städte durch den Klimawandel, schnelles Wachstum und soziale Ungleichheiten zunehmend gefordert. Eine schwache lokale Regierungsführung, Korruption und eine starke Zentralisierung behindern den Ausbau demokratischer Strukturen in Irak sowie die Entwicklung einer funktionierenden, modernen Verwaltung in Städten und Gemeinden. Dabei geht es auch darum, Möglichkeiten für politische Teilhabe von Bürger*innen zu schaffen und Verwaltung bürgernah und wirksam zu gestalten.
Ziel:
Städte und Gemeinden in ausgewählten irakischen Provinzen erbringen ihre öffentlichen Dienstleistungen für die Bevölkerung effizient, bürgernah und klimaresilient.
Vorgehensweise:
Das Projekt konzentriert sich auf vier Schwerpunkte:
Es berät nationale und lokale Behörden darin, Verwaltungsprozesse zu modernisieren, ihre Koordination zu verbessern und Reformen wirksam umzusetzen.
Es begleitet Kommunen, Distrikte und Provinzen dabei, Verwaltungsabläufe zu standardisieren und zu digitalisieren, Bürgerbüros auszubauen sowie Feedback- und Beschwerdemechanismen einzurichten. Dabei liegt der Fokus auf einer besseren Trinkwasserversorgung und Verwaltungsdienstleistungen. Das Projekt berät kleine und mittelgroße Städte dabei, sich besser gegen Klimarisiken wie Extremhitze zu wappnen und in der Planung zu berücksichtigen. Gleichzeitig sollen Bürgerbeteiligungsformate etabliert und verankert werden, um Einwohner*innen und Privatwirtschaft besser einzubeziehen. Darüber hinaus berät das Vorhaben Stadt- und Gemeindeverwaltungen zu moderner Budgetplanung. Es unterstützt sie darin, die Bedarfe von benachteiligten Gruppen und die Auswirkungen des Klimawandels bei Investitionen zu berücksichtigen und dadurch die Resilienz langfristig zu erhöhen.