Ausgangssituation:
In den nordkenianischen Gebieten Turkana, Marsabit und Baringo leiden große Weideflächen sowie das Gebiet um den Baringosee unter dem Klimawandel, Überweidung, Abholzung und dem Abtrag des fruchtbaren Bodens. Häufigere Dürren und Starkregen beeinträchtigen Viehhaltung und Landwirtschaft, verringern das Einkommen daraus und gefährden die Ernährungssicherheit. Die knappen Ressourcen wie Land und Wasser verschärfen außerdem Konflikte zwischen wandernden Viehhalter*innen sowie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern.
Ziel:
Die Bevölkerung in den Bezirken Turkana, Marsabit und Baringo ist widerstandsfähiger gegen klimabedingte wirtschaftliche, ökologische und soziale Herausforderungen.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben arbeitet in vier Handlungsfeldern:- Es verbessert die Einkommen von wandernden Viehhalter*innen sowie kleinbäuerlichen Haushalten- vor allem von Frauen. Es berät sie darin, ihre Produktion zu optimieren, Erzeugnisse besser zu vermarkten und klimaangepasste Wertschöpfungsketten auszubauen.- Es unterstützt gemeindebasierte Organisationen im konfliktsensiblen Ressourcenmanagement, indem es sie in gemeinschaftlicher Landnutzung schult, um Landschafts- und Weidenutzung besser abzustimmen. - Es arbeitet mit Regierung daran, Klimaanpassung geschlechtersensibel umzusetzen. Dazu befähigt es Gemeindevertreter*innen, sich in Planungen und Entscheidungsprozesse einzubringen. Außerdem berät das Vorhaben die Bezirke zu einer besseren Koordination. -Es fördert Umweltschutz im Gebiet des Baringosees, indem es aufforstet sowie Gemeinschaften zu boden- und wasserschonenden Praktiken schult. Das Vorhaben erhält in Baringo weitere finanzielle Mittel der europäischen Union.