2013.1012.7

Mainstreaming CSR und breitenwirksame Geschäftsmodell in der dt. Entwicklungszusammenarbeit

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Projektdarstellung Responsible and Inclusive Business Hubs 2013.1012.7

Ausgangssituation

72% der weltweit Armen lebt in Ländern mit mittlerem Einkommen (MIC – middle inco¬me countries). Einige dieser MICs sind Schwellenländer, welche die deutsche EZ als Globale Entwicklungspartner begreift. Ein hoher Problemdruck (Armut, gesellschaftlicher Wandel, ökologische Herausforderungen) trifft hier auf hochdynamische Wirtschaftsakteure und ein hohes Innovationspotenzial. Durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung von Schwellenländern wäh-rend der voranschreitenden Globalisierung der letzten 20 Jahre sind viele Menschen aus der absoluten Armut herausgehoben worden. Wie in industrialisierten Ländern auch, sind dyna¬mische Unternehmen zentrale Akteure dieser Entwicklung: Sie stellen Beschäftigung, Kapital, Know-how und Steueraufkommen bereit. Unternehmerische Innovationen werden jedoch noch nicht so eingesetzt, dass arme Bevölkerungsgruppen in Geschäftsmodelle einbezogen werden – weder als Produzenten/-innen und Geschäftspartner/-innen noch als Konsumenten/-innen. Das Kernproblem lautet daher: Arme Bevölkerungsgruppen in drei ausgewählten Regionen der deutschen EZ (MENA, SSA, SOA) profitieren bisher zu wenig von im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne ver¬antwortlichen Geschäftsmodellen, die häufig nicht breitenwirksam ausgerichtet sind.

Ziel

Das Vorhaben verfolgt daher das Modulziel: In drei Regionen der deutschen EZ/IZ (MENA, SSA, SOA) profitieren arme Bevölkerungs¬gruppen von im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne breitenwirksamer gestalteten Geschäftsmodellen der Unternehmen.

Indikatoren:

1. 18 Unternehmen, die mit den RIBH kooperieren, haben mit der Pilotierung jeweils eines für die Teilhabe von armen Bevölkerungsgruppen inklusiven Geschäftsmodells begonnen; davon haben 8 Unternehmen jeweils eines pilotiert, das insbesondere für Frauen relevant ist.

2. 15 AV aus den 3 Zielregionen belegen anhand von plausiblen Beispielen, dass sie in ihren Vorhaben Ansätze der RIBHs weitergeführt haben.

3. Die RIBHs bereiten je 4 best practice Beispiele, darunter je 1 das insbesondere für Frauen relevant ist, aus ihren Aktivitäten für das BMZ schriftlich auf.

4. Die RIBH bringen pro Region in 3 lokalen Diskussionsforen die Positionen und Prioritäten der deutschen EZ im Bereich CSR/ Inclusive Business ein

Vorgehensweise

Im Rahmen des Vorhabens werden Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBH) in den drei Regionen etabliert. Die RIBH bilden zum einen ein Netzwerk von CSR-Kompetenzzentren, in denen umsetzungsorientiertes CSR-Methoden¬wissen der deutschen EZ (Multistakeholderansätze, UN Global Compact-Netzwerke etc.) vermittelt wird. Zum anderen fördern sie die Umsetzung von Inclusive-Business-Modellen in hochdynamischen Entwicklungsregionen. Dabei knüpfen sie an EZ-Strukturen vor Ort an und werden durch eine Steuerungsstelle koordiniert. Die RIBH basieren auf den langjährigen Erfahrungen des Center for Cooperation with the Private Sector (CCPS) in Pretoria, Südafrika.

Wirkungen

Zielgruppen des Vorhabens sind arme Bevölkerungsgruppen „am unteren Ende der Einkom-menspyramide" (BoP) in den Partnerländern, deren Lebensbedingungen sich durch verantwor-tungsvolles unternehmerisches Handeln verbessern sollen. Diese Bevölkerungsgruppen wer¬den so definiert, dass sie ein Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 3.000 USD pro Jahr er¬zielen (World Resources Institute). Überproportionalen Anteil an den Zielgruppen haben Frauen, die z.B. in subsistenzwirtschaftlichen, ländlichen Kontexten als Zulieferer oder Produ¬zent/-innen in die Geschäftsmodelle der Unternehmen einbezogen werden sollen. Die Zielgruppen sollen auf direktem Wege durch die Einbeziehung in Ge¬schäftsmodelle von Unternehmen als Produzent/-innen, Zulieferer, Geschäftspartner/-innen oder Konsument/-innen von verbesserten Gütern oder Dienstleistungen profitieren können. Dazu zählen beispielsweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und deren Familienange¬hörige, aber auch weitere Stakeholder wie Anwohner/-innen und Konsument/-innen, die direkt oder indirekt von breitenwirksamen Geschäftsmodellen profitieren.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
25010

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Handelsentwicklung

Signifikantes Nebenziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Zuständige Organisationseinheit
G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
4.900.000 €

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