2020.9052.0

Management organischer Abfälle in Indien

Auftraggeber
Bundesmin. f.Umwelt,Klimaschutz,Naturschutz u. nukleare Sicherheit
Land
Dauer
–
Partner
Partnerministerien
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Markus Luecke

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Ausgangssituation

Indien erzeugt derzeit 62 Millionen Tonnen feste Siedlungsabfälle pro Jahr. Davon werden 75% gesammelt, aber lediglich 20% verwertet. Der Großteil der gesammelten Abfälle wird auf Deponien entsorgt, was erheblich zur Umweltverschmutzung beiträgt. Es wird weiter geschätzt, dass sich das Abfallaufkommen des Landes bis 2030 mehr als verdoppeln und auf 165 Tonnen pro Jahr ansteigen wird.

Indien hat das Potenzial, jährlich 5,4 Millionen Tonnen Kompost aus städtischen organischen Abfällen zu gewinnen, da diese zu ca. 50% aus organischen Abfällen bestehen

Das Management organischer Abfälle stellt jedoch nach wie vor eine Herausforderung für die Gemeinden dar. Herausforderungen stellen sowohl die Kompostproduktion als auch die Kompostnutzung und -ausbringung dar.

Ziel

Ausgewählte Städte, Bundesstaaten und die nationale Ebene führen verbesserte Verfahren für die nachhaltige Bewirtschaftung organischer Abfälle ein.

Vorgehensweise

Das Vorhaben setzt dabei Maßnahmen zur Kapazitätsentwicklung in den Städten Kochi, Kanpur, Port Blair und auf bundesstaatlicher Ebene in den Bundesstaaten Kerala, Uttar Pradesh sowie den Inselgruppen Andamanen & Nikobaren um.

Das Vorhaben wird in Kooperation mit dem Globalvorhaben „Unterstützung der Exportinitiative Umwelttechnologien" sowie mit nationalen Vorhaben der deutschen Technischen Zusammenarbeit in Indien durchgeführt. Das Personal vor Ort dient dabei als Ansprechpartner für weitere Projekte der Exportinitiative, die die Zuwendungsnehmer des BMU dort durchführen. Die Zusammenarbeit fördert den regelmäßigen Austausch der Projekte untereinander und schafft Synergien. Darüber hinaus sind die Projekte stärker in die Strategien der Zielländer eingebettet.

Zu diesem Zweck bauen die geförderten Projekte und Maßnahmen technisches und institutionelles Know-how auf und bereiten den Einsatz der Umwelt- und Klimaschutztechnologien vor. Im Fokus stehen Wissenstransfer, Umweltbildung, Sensibilisierung und Kompetenzaufbau. Dadurch tragen die Maßnahmen dazu bei, eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen und nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) zu erreichen.

Das Vorhaben schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Nachfrage nach innovativen Technologien steigt und dafür nachhaltige Strukturen vorhanden sind. Pilothaft fördert es auch den Einsatz von Umwelttechnologien. Die Exportinitiative arbeitet damit ergänzend zu der Außenwirtschaftsförderung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und der Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Der Schwerpunkt der Exportinitiative liegt auf dem Wissens- und Technologietransfer, insbesondere in den Kompetenzfeldern des BMU. Dabei geht es um folgende Handlungsfelder: Aufbau einer Kreislaufwirtschaft einschließlich Abfall- und Rohstoffwirtschaft, Wasser- und Abwassermanagement, Ressourceneffizienz, nachhaltiges oder energiesparendes Bauen und integrierte Stadtentwicklung, nachhaltiger Konsum, umweltfreundliche Mobilität und Luftreinhaltung sowie Klimaschutztechnologien in Abstimmung mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des BMU.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
41010

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

Signifikantes Nebenziel:

  • Biodiversitätskonvention

Zuständige Organisationseinheit
G330 Umweltpolitik, Biodiversität, Wald

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
2.000.000 €

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