Ausgangssituation
Bezahlbare, zuverlässige Energieversorgung sicherzustellen, hat für die Ukraine politische Priorität. Das Land ist stark von Energieimporten aus dem Ausland abhängig. Über 1.000 Krankenhäuser mit etwa 430.000 Betten zählen derzeit zu den energieintensivsten öffentlichen Einrichtungen. Einzelne Krankenhäuser müssen bis zu 20 Prozent ihres Budgets für Energie aufwenden. Die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise setzen die Träger von Krankenhäusern unter erheblichen wirtschaftlichen Druck und schränken deren Handlungsspielraum stark ein. Darunter leidet die Versorgungsqualität, da wichtige medizinische Güter nicht mehr in ausreichender Menge beschafft werden können. Energetische Modernisierungen, die vor allem nicht oder gering investive Maßnahmen umfassen, können derzeit nicht vorgenommen werden.
Ziel
Die energetische Modernisierung ukrainischer Krankenhäuser wird beispielhaft vorgenommen.
Vorgehensweise
Um die energetische Situation in den ukrainischen Krankenhäusern unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nachhaltig zu verbessern, arbeitet das Vorhaben unter drei Prämissen:
1. Aufgrund der insgesamt angespannten staatlichen Haushaltslage werden sich energetische Sanierungskonzepte auf niedrig investive Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Verhaltensänderungen im Arbeitsablauf konzentrieren. Diese führen bereits zu signifikanten Energie- und Kosteneinsparungen und fördern die Motivation, ein dauerhaftes Energiemanagement im Krankenhaus einzuführen.
2. Verfügbare Investitionsmittel, beispielsweise aus dem nationalen Budget, werden so eingesetzt, dass ein möglichst hoher Kosten-Nutzen-Effekt eintritt. Geplante Maßnahmen werden daraufhin künftig vorab konsequent überprüft.
3. Krankenhäusern wird der Zugang zu Finanzierungsoptionen erleichtert. Die Entwicklung innovativer Finanzierungsformen, beispielsweise Contracting, wird unterstützt.