Ausgangssituation
Dass Artenvielfalt zerstört wird, betrifft besonders Entwicklungsländer
und hat dort erhebliche Folgen wie Armut, Verlust gesellschaftlicher
Stabilität und Migration. Gleichzeitig ist Biodiversität die Grundlage
für viele Wirtschaftsbereiche. Unternehmen und Forschungsinstitute
weltweit nutzen biologische Ressourcen, um Produkte zu entwickeln und zu
forschen. #Access and Benefit-Sharing" (ABS) regelt daher den Zugang zu
den Ressourcen und einen gerechten Vorteilsausgleich für die
bereitstellenden Länder. Damit sollen die Bereiche, die die Ressourcen
nutzen, zur Entwicklung sowie zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung
der Artenvielfalt in den bereitstellenden Ländern beitragen.
Obwohl die Vereinten Nationen ABS bereits 1992 in der
Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD)
festgehalten haben und es vielfältige Unterstützung gibt, schreitet die
nationale Umsetzung von ABS nur schleppend voran. In vielen Ländern Afr
ikas und anderer Weltregionen sind die Bedingungen, damit bereitstellende Länder sowie Nutzende genetischer Ressourcen erfolgreich
zu ABS-Prinzipien kooperieren, nicht ausreichend entwickelt.
Ziel
Die Bedingungen sind verbessert, damit Bereitstellende und Nutzende
biologischer Ressourcen beim ABS erfolgreich kooperieren sowie zum
Biodiversitätserhalt in Kooperationsländern beitragen.
Vorgehensweise
Zusammen mit Partnern unterstützt das Vorhaben Aktivitäten, über die ABS
international Relevanz gewinnt und Handlungsträger*innen aktiv werden.
Privatwirtschaft und Forschung unterstützt es, um ABS-konforme
Kooperationen mit bereitstellenden Ländern, indigenen Völkern und lok
alen Gemeinschaften umzusetzen.
Das Vorhaben baut den Wissensaustausch aus und berät öffentliche
Verantwortliche dazu, ABS in Politiken zu integrieren.
Das Vorhaben berät ferner indigene Völker und lokale Gemeinschaften
dazu, ihre Rechte zu Beteiligung und Ressourcen durchzusetzen.
Mit weiteren finanziellen Mitteln unterstützen das Schweizer
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die Norwegische Agentur für En
twicklungszusammenarbeit (NORAD) und das Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (MLNV) der Niederlande das
Vorhaben.