Ausgangssituation
Bolivien hat einen hohen Anteil an Stadtbewohner*innen. Das schnelle Wachstum der Städte erhöht den Druck auf die zuständigen Institutionen, die Stadtplanung zukunftssicher zu gestalten und die nötigen öffentlichen Dienstleistungen in den Städten bereitzustellen. Eine geregelte Abfall- und Kreislaufwirtschaft wie Müllvermeidung und -trennung, Wiederverwertung und eine erweiterte Herstellerverantwortung, bei der die abfallverursachende Industrie einbezogen wird, existieren bisher kaum.
Ziel
Die personellen, institutionellen und planerischen Rahmenbedingungen für klimafreundliche und nachhaltige Stadtentwicklung in Bolivien sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben nutzt das wachsende Bewusstsein der bolivianischen Regierung dazu, die Stadtplanung, die städtische Abfall- und Kreislaufwirtschaft sowie damit verbundene Kompetenzen national und lokal zu verbessern.
Wesentliche Maßnahmen des Vorhabens sind:
-Es berät die Zentralregierung und die Lokalregierungen der Metropolregionen La Paz, Santa Cruz und Cochabamba in der Entwicklung und Umsetzung von Instrumenten der Stadtplanung.
-Es unterstützt die Lokalregierungen dabei, unkontrollierte Müllhalden zu schließen und Konzepte zu entwickeln, um Abfälle zu trennen und zu nutzen.
-Gleichzeitig führt das Vorhaben mit nationalen Ministerien Regulierungen für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft ein und stimmt diese unter den Beteiligten ab. Zudem setzt es Modelle zur Kreislaufwirtschaft pilothaft um und bezieht Firmen bei Ansätzen der erweiterten Herstellerverantwortung ein.
-Das Vorhaben entwickelt ferner Fachwissen in lokalen und nationalen Institutionen weiter, indem es Aus- und Weiterbildung sowie Kompetenzzertifizierung einführt, umsetzt und erweitert.