Ausgangssituation:
Im südlichen Afrika kommt es im weltweiten Vergleich besonders oft zu geschlechtsbasierter Gewalt. Deren Akzeptanz ist alarmierend hoch. Grund dafür sind diskriminierende soziale Normen und Strukturen, die ungleiche Machtverhältnisse rechtfertigen und aufrechterhalten.
Ziel:
Wissensbasierte Ansätze zur Prävention geschlechtsbasierter Gewalt sind im südlichen Afrika bei ausgewählten Interessengruppen, in strategischen und wirtschaftlichen Bereichen sowie in regionalen Partnerschaften verankert.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben arbeitet gesamtgesellschaftlich, um geschlechtsbasierte Gewalt umfassend anzugehen. Es unterstützt den Austausch zwischen Regierungen, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft, um Partnerschaften zwischen verschiedenen Interessensgruppen zu fördern.
Dabei legt das Vorhaben darauf Wert, die Erfahrungen aus Leuchtturmprojekten in weitere Bereiche zu tragen. Es verbreitet sowohl das Bewusstsein als auch Ansätze für den Umgang mit geschlechtsbasierter Gewalt. Dazu gehört, traditionelle oder religiöse Akteure einzubinden, die Rolle von Männern in geschlechtsbasierter Gewalt zu thematisieren und digitale Anwendungen in besonders betroffenen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zu integrieren.
Zudem berät das Vorhaben ausgewählte Unternehmen bei Kosten- und Rentabilitätsstudien. Diese untersuchen die finanziellen Verluste durch geschlechtsbasierte Gewalt, sowohl am Arbeitsplatz als auch im privaten Umfeld. Auf dieser Basis entwickelt das Vorhaben gemeinsam mit den Unternehmen Ansätze der Prävention. Diese sollen wirtschaftlich vorteilhaft sein und gleichzeitig anderen Akteuren als Vorbild und Anreiz dienen. Darüber hinaus berät das Vorhaben die Regionalorganisation für das südliche Afrika (SADC) dazu, wie sie Präventionsansätze unter den 16 Mitgliedsstaaten verbreiten kann. Ebenso fördert es Zusammenarbeit und Austausch der dafür relevanten nationalen Akteure.