Ausgangssituation
Das Vorhaben „Plattform für globale Post-2015 Partnerschaften" ist mit dem Aufbau und der Koordinierung einer nationalen Plattform zur Stärkung von Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) beauftragt. MAP gelten als wichtiges Implementierungsinstrument der Agenda 2030 und den darin enthaltenen 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs), die im September 2015 von Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York beschlossen wurde. Als zentraler Teil der Globalen Partnerschaft finden MAP auch explizite Erwähnung als Unterziel von SDG 17.
In MAP sollen durch die Zusammenarbeit von Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Privatwirtschaft Synergien geschaffen und Potentiale zur Erreichung der SDGs freigesetzt werden. Bereits im Rahmen des Zukunftscharta-Prozesses, der ein zentraler Teil der nationalen Vorbereitung auf die Umsetzung der Agenda 2030 ist, wurde jedoch deutlich, dass bestehende MAP bisher nicht durchweg erfolgreich gewesen sind. Obwohl es bereits viele Erfahrungen auf der Basis bestehender Partnerschaften gibt, fehlt es an einer systematischen Aufarbeitung. Dialoginitiativen sowie Unterstützungs- und Beratungsleistungen für den Auf- und Ausbau von MAP sind oftmals unzusammenhängend und vielen potenziell interessierten Akteuren unbekannt. Es fehlt an Orientierung und einer rahmengebenden Struktur für bestehende und neue MAP.
Unser Lösungsansatz
Die Plattform soll diese Lücke schließen, indem sie informiert und gleichzeitig MAP als vielversprechende Kooperationsform zur Umsetzung der internationalen Entwicklungsziele aktiv fördert. Dies soll durch den Aufbau eines Netzwerks zum gemeinsamen Lernen und Wissensaustausch sowie durch die gezielte Kapazitätsentwicklung global agierender MAP – bestehender sowie sich neu etablierender – sowie der jeweiligen Kooperationspartner erreicht werden. Die Plattform soll in erster Linie Angebote für Gestalter von MAP in Deutschland bereitstellen. Perspektivisch soll darüber hinaus aber auch die globale Vernetzung von MAP erleichtert und eine Anknüpfung zum internationalen Erfahrungsaustausch ermöglicht werden. Die Plattform hat zum Ziel Akteure im Bereich MAP zu vernetzen, zu qualifizieren und in einen ergebnisorientierten Dialog zu bringen. Sie soll weiterhin Stakeholder und andere Interessierte informieren sowie das im Prozess gesammelte Wissen öffentlich verfügbar machen. Für den konzeptionellen Ansatz des Vorhabens ist es dabei zentral, dass die relevanten Stakeholder im Zuge eines möglichst inklusiven Prozesses in das Plattform-Projekt einbezogen werden. Die aktive Zusammenarbeit der verschiedenen Partner soll Vertrauen schaffen, zu einem besseren Verständnis von Multi-Stakeholder-Prozessen beitragen und die nachhaltigen Etablierung der Plattform unterstützen.