2020.2168.1

Prävention von Gewalt gegen Frauen II

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministério de Mujeres y Derechos Humanos

Ausgangssituation

Gewalt gegen Frauen (GgF) ist ein gravierendes soziales und ökonomisches Problem. Es untergräbt die Achtung der Menschenrechte und hat negative Auswirkungen auf das öffentliche Gesundheitswesen. In Ecuador sind circa 65 Prozent aller Frauen von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen. Laut einer Studie des Vorhabens verursacht GgF damit jährlich gesamtwirtschaftliche Kosten von etwa 4,6 Milliarden US-Dollar.

Ecuador hat 2018 ein integrales Gewaltschutzgesetz für Frauen eingeführt, bekennt sich zur Gleichstellung der Geschlechter und hat internationale sowie regionale Übereinkommen gegen Gewalt und Diskriminierung von Frauen ratifiziert. Trotzdem bestehen weiterhin immense Herausforderungen für die Umsetzung wirksamer Präventionsmaßnahmen.

Ziel

Staat, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Medien beugen Gewalt gegen Frauen in Ecuador wirkungsvoller vor.

Vorgehensweise

Von Wissen zu Wandel: Das Vorhaben führt wissenschaftliche Studien durch und motiviert damit verschiedene Akteur*innen GgF vorzubeugen. Die Polytechnische Universität Ecuadors setzt aktuell aufgrund einer dieser Studien ein umfassendes Präventionsmodell um. Zivilgesellschaftliche Organisationen präsentieren die Studien im Parlament, um Veränderungen einzufordern oder Gesetzesentwürfe zu untermauen. Das staatlich-private Gütesiegel „Sicheres Unternehmen frei von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen" zeichnet engagierte Unternehmen aus.

Geschlechtergerechtes Management: Das Vorhaben hat ein Managementmodell zur Prävention von GgF erarbeitet, das langfristige Veränderungen in der Unternehmensführung fördert. Wirtschaftsverbände und private Unternehmen investieren in Kampagnen zur Prävention von GgF und sensibilisieren ihr Personal. Das ecuadorianische Arbeitsministerium bietet Online-Weiterbildungskurse des Vorhabens an.

Kritische Berichterstattung: Das Vorhaben berät Medien zu digitalen, innovativen Produkten und einer faktenbasierten Auseinandersetzung mit dem Thema. Mittels Storytelling werden Daten und Fakten zu GgF aufbereitet. Radioprogramme erreichen zudem die ländliche Bevölkerung. 
Informationen

CRS-Schlüssel
15180

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
2C00 Lateinamerika, Karibik

Vorgänger-Projekt
2017.2196.8

Nachfolger-Projekt
2024.2096.6

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
3.000.000 €

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