1968.3021.0

Programme Jeunesse et Stabilisation dans les régions Centre du Mali (Ségou et Mopti)/PROJES

Auftraggeber
Europäische Union (EU)
Land
Dauer
–

Ausgangssituation

Die Krise, die durch die Rebellengruppen des Mouvement National de Libération de l'Azawad (MNLA) und das Eindringen islamistischer Gruppen in die nördlichen Regionen Malis 2011 und 2012 verursacht wurde, hat sich allmählich bis in das Landeszentrum ausgebreitet. Besonders betroffen sind die Regionen Mopti und Segou. Alle Entwicklungsbereiche und -indikatoren in diesen Landesteilen sowie das Vertrauensverhältnis zwischen dem Staat und der malischen Bevölkerung haben sich drastisch verschlechtert.

Seit 2015 hat die Gefährdung junger Menschen zugenommen. Neben dem Mangel an beruflichen Möglichkeiten, begrenzten staatlichen Dienstleistungen und einer sehr niedrigen und ungleichen Einschulungsrate zwischen den verschiedenen Gebieten der Region kam es zu einer Welle an Schließungen von Schulen in Mopti und Segou.

In diesem Rahmen unterstützt das Programm für Jugend und Stabilisierung (PROJES) seit September 2018 die malische Regierung bei der Verbesserung des Angebots und des Zugangs zu Grundversorgungsleistungen, bei der Stärkung des sozialen und kommunalen Zusammenhalts und bei der Schaffung neuer Einkommensquellen und Arbeitsplätze.

Ziel

Die Stabilisierung und der sozioökonomische Wiederaufbau in Zentralmali sind verbessert, da die Versorgung und der Zugang der Bevölkerung zu vorrangigen Grundversorgungsleistungen gestärkt sind, der soziale und gemeinschaftliche Zusammenhalt vertieft und Einkommen und Beschäftigung zum Wohle der gefährdeten sozialen Gruppen geschaffen wurde.

Vorgehensweise

PROJES wird von der Europäischen Union aus dem Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika finanziert und von der GIZ durchgeführt. Das Ministerium für Territorialverwaltung und Dezentralisierung (MATD) ist der nationale Partner von PROJES. Das MATD ist mit der Überwachung und der Durchführung des Programms in den beiden Zielregionen Mopti und Segou betraut.

Das Vorhaben ist auf zwei Komponenten fokussiert: (1) Stärkung der Funktionalität und des lokalen Zugangs zu grundlegenden sozioökonomischen Dienstleistungen; (2) Förderung der lokalen Entwicklung durch Ausbildung, sozio-professionelle Integration und die Schaffung wirtschaftlicher Möglichkeiten für Jugendliche. Durch seine starken regionalen Wurzeln und sein Engagement in den Gemeinden ermöglicht das Vorhaben einen dezentralen, partizipativen und transparenten Ansatz. Mit Aktivitäten zur Generierung von Einkommen, zum Erwerb von Kompetenzen und zur Schaffung von Perspektiven zielt das Programm auf die Integration schutzbedürftiger Menschen ab, um zur Stabilisierung der Region beizutragen.

Die phasenweise Durchführung des Programms ermöglicht die rasche Durchführung prioritärer Maßnahmen für schutzbedürftige Begünstigte. Dabei werden die öffentlichen Akteure schrittweise einbezogen und dazu befähigt, die Konfliktbewältigung und die nachhaltige lokale Entwicklung fortzusetzen. Dieser Ansatz wird flexibel an die lokalen Gegebenheiten und die instabile Sicherheitslage angepasst.

Mit einem Budget von 30 Millionen Euro und zwei Zielregionen ist das Vorhaben ein Großprojekt, das gerade erst mit der Strukturierung der Umsetzungsphase begonnen hat und dessen Aktivitäten langfristig angelegt sind. In der Anlaufphase wurden Schnellmaßnahmen umgesetzt. Die Anlaufphase umfasste die Sanierung von Gebäuden wie Schulen und Märkten, aber auch die Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser, um der Bevölkerung eine bessere Grundversorgung zu ermöglichen. Die Bereitstellung der Ausstattung von Gesundheitszentren war ebenfalls Bestandteil dieser ersten Projektphase.

Ebenso wurden Managementschulungen und technische Schulungen für junge Menschen angeboten, um einkommensschaffende Maßnahmen einzuleiten und sicherzustellen, dass sich Jugendliche in den Arbeitsmarkt eingliedern können. Hierbei handelt es sich um Tätigkeiten in der Gastronomie, in kleinen Unternehmen oder in Kleinstprojekten der Fischzucht. 
Informationen

CRS-Schlüssel
11330

Finanzier
Europäische Union (EU)

Zuständige Organisationseinheit
7130 Afrika

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
43.500.000 €

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