2013.2065.4

Regionale Kooperation zur verbesserten Aus- und Weiterbildung von Berufsbildungspersonal

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Zuständige Ministerien der Partnerländer

Ausgangssituation

Die zehn ASEAN-Mitgliedsstaaten wollen bis 2015 einen gemeinsamen Raum für Wirtschaft, soziale Entwicklung und Sicherheit schaffen und die bestehenden Unterschiede abbauen. Mit der ASEAN-Integration verbunden ist der freie Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Investitionen, Kapital und mit gewissen Einschränkungen auch von qualifizierten Fachkräften zwischen den ASEAN-Staaten.

Diese regionalen Entwicklungen haben weitreichende Folgen für die Reformanstrengungen in der beruflichen Bildung in den einzelnen Ländern. Bisher werden Berufsbildungsstrategien und -politiken weitgehend national entwickelt, und die Berufsbildungssysteme sind zu wenig auf den zunehmend regional integrierten Arbeitsmarkt ausgerichtet.

Entsprechend ist das Bildungsangebot der nationalen Berufsbildungsinstitutionen hinsichtlich Umfang und Qualität noch nicht an die neuen Erfordernisse angepasst. Vor allem fehlen qualifizierte Führungskräfte, Berufsschullehrer und Ausbilder, die befähigt sind, in beruflichen Bildungseinrichtungen kompetent Lehr- und Führungstätigkeiten auszuüben.

Ziel

Personelle, inhaltliche, institutionelle Voraussetzungen für die Verbesserung der Qualität und für eine regionale Harmonisierung der Aus- und Weiterbildung von Berufsbildungsfachpersonal und -führungskräften sind geschaffen.

Vorgehensweise

Um eine vergleichbare Leistungsfähigkeit der Berufsbildungssysteme in den ASEAN-Ländern zu erreichen, soll die regionale Zusammenarbeit intensiviert werden. Dazu gehört auch die Abstimmung auf politischer Ebene.

Länderübergreifende Netzwerkformate, wie Konferenzen, Dialogforen oder Seminare, unterstützen den regionalen Austausch, den Politikdialog und die Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern sowie den bilateralen Berufsbildungsvorhaben in Vietnam, Indonesien, Myanmar und Laos. Die auf regionaler Ebene entwickelten Reformvorschläge werden in den politischen Prozess der jeweiligen Länder eingebracht und befördern damit die Harmonisierung.

Ein weiterer Schwerpunkt des Vorhabens ist die außeruniversitäre Aus- und Weiterbildung des Berufsbildungspersonals. Fach- und Führungskräfte aus Ministerien, Berufsbildungsinstitutionen sowie Verbänden und der Wirtschaft werden zu regional relevanten Themen qualifiziert. Sie sollen unter anderem in die Lage versetzt werden, an die Anforderungen der Wirtschaft angepasste Weiterbildungsprogramme selbst zu konzipieren, zu implementieren und zu evaluieren. Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes „Regional Leadership and Capacity Building für berufliche Bildung in Indonesien, Laos und Vietnam" wird ein regionaler Multiplikatorenpool ausgebaut, der mittelfristig die Breitenwirksamkeit des Vorhabens erhöht.

Regionale Zusammenarbeit steht auch im Zentrum der bereits etablierten regionalen Kooperationsplattform zur verbesserten Aus- und Weiterbildung von Berufsbildungspersonal in Asien. In diesem Netzwerk arbeiten Ministerien und Universitäten, die eine zentrale Rolle in der Berufsschullehrerausbildung in der Region einnehmen, gemeinsam an Aspekten der Durchlässigkeit und Praxisorientierung der Berufsbildung unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung der Geschlechter. Die Plattform berät politische Entscheidungsträger auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse.

Angeknüpft wird beispielsweise an folgende Ergebnisse der beiden Vorgängervorhaben, regionale Kooperationsplattform und „Regional Leadership and Capacity Building für berufliche Bildung":

• Reformvorschläge aus Forschungsprojekten, etwa zu regionaler Standards in der Aus- und Weiterbildung von Berufsbildungspersonal, wurden in den politischen Dialog eingebracht.

• Die regionale Kooperationsplattform hat die institutionellen Rahmenbedingungen an den beteiligten Universitäten verbessert und zu einer wirkungsvolleren Beratung von Berufsbildungsreformen beigetragen.

• Das regionale Vorhaben zu internationalen Kompetenzentwicklung hat Nachwuchsführungskräfte schulischer und betrieblicher Berufsbildung geschult, um fachrichtungsbezogene Qualifikationskonzepte zu entwickeln und sie als Multiplikatoren in ihren Institutionen einzuführen und umzusetzen.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
11330

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikantes Nebenziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Zuständige Organisationseinheit
2A00 Asien I

Nachfolger-Projekt
2016.2130.9

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
7.600.000 €

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