2023.2212.1

Regionalvorhaben zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Ostafrika

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
lokale Partnerministerien
Kontakt

Julia Bradu-Renault

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Ausgangssituation:

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) betrifft in Äthiopien, Somalia und Sudan weiterhin Millionen von Mädchen und Frauen. Sie verletzt fundamentale Menschenrechte und führt häufig zu lebenslangen gesundheitlichen und sozialen Folgen. Trotz rechtlicher Fortschritte und wachsender öffentlicher Diskussion ist die Praxis fest in traditionelle Normen eingebettet und geht häufig mit anderen Formen geschlechtsbasierter Gewalt (GBV) einher. Gleichzeitig fehlen in vielen Regionen funktionierende Schutzmechanismen, Zugang zu qualifizierter Versorgung und Angebote für Prävention und Aufklärung. Zivilgesellschaftliche Initiativen zeigen bereits Wirkung, doch sie benötigen stärkere politische und institutionelle Unterstützung, um nachhaltigen Wandel zu erreichen.

Ziel:

In Äthiopien, Somalia und Sudan setzen sich regionale, nationale und lokale Akteur*innen sowie Organisationen wirksam für den Wandel sozialer Normen ein, um weibliche Genitalverstümmelung und geschlechtsbasierte Gewalt zu reduzieren.

Vorgehensweise:

Das Regionalvorhaben setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Frauen in Äthiopien, Somalia und Sudan frei von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) und geschlechtsbasierter Gewalt (GBV) aufwachsen können. Im Mittelpunkt steht die Veränderung sozialer Normen: durch Dialog, Bildung und gemeinsames Handeln in den Gemeinden. Dabei werden nicht nur Frauen und Mädchen gestärkt, sondern auch Männer und Jungen einbezogen – denn der Schutz vor Gewalt und die Gleichstellung der Geschlechter sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Das Vorhaben stärkt staatliche und zivilgesellschaftliche Strukturen, damit Schutz-, Prävention-, und Unterstützungsangebote dauerhaft verankert werden. So entstehen sichere, gerechte und würdige Lebensbedingungen, in denen Frauen und Mädchen ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können. 
Informationen

CRS-Schlüssel
15180

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Signifikante Nebenziele:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung
  • Mutter-Kind-Gesundheit

Zuständige Organisationseinheit
1710 Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika

Vorgänger-Projekt
2019.2232.7

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
11.330.000 €

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