2016.2166.3

Reproduktive und Familiengesundheit in Guinea

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministère de la Santé

Ausgangssituation

Durch lange Jahre politischer und wirtschaftlicher Instabilität und die Ebola-Epidemie 2014 bis 2016 hat Guinea ein mangelhaftes Gesundheitssystem. Vor allem die Gesundheit von Frauen und Mädchen ist durch soziokulturelle Faktoren wie frühe Eheschließung und weibliche Genitalverstümmelung beeinträchtigt. In ländlichen Gebieten wird kaum ein Drittel der Entbindungen von qualifiziertem Personal begleitet. Wegen der schlechten Qualität werden die Gesundheitsdienste, vor allem für die reproduktive Gesundheit, von der ländlichen Bevölkerung zu wenig genutzt.

Ziel

Die Bevölkerung nutzt vermehrt bedarfsgerechte Gesundheitsdienste, vor allem im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Vorgehensweise

Das Vorhaben fördert die reproduktive Gesundheit in den Regionen Labé, Mamou, Faranah und Kindia. Seit August 2019 sind durch eine Kofinanzierung von der Europäischen Union noch N’Zérékoré und die Distrikte Kérouané und Kissidougou hinzugekommen. Es arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium in Guinea zentral und dezentral zusammen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Gleichberechtigung der Geschlechter und die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen. Dabei arbeitet das Vorhaben in fünf Arbeitsfeldern:

Es macht das Gesundheitsministerium leistungsfähiger in den Bereichen Personalverwaltung, Wissensmanagement, Bereichskoordinierung und Digitalisierung des Nationalen Gesundheitsinformationssystems.

Die Gesundheitsverwaltungen in den Distrikten sollen gestärkt und ein optimiertes, wissenschaftlich begleitetes Monitoring der Gesundheitsindikatoren umgesetzt werden.

Die Qualität der Gesundheitsdienstleistungen wird durch Schulungen des Gesundheitspersonals und bereitgestelltes Verbrauchsmaterial wie medizinische Ausrüstung und Hygiene Kits verbessert.

Weiterhin erhöht das Vorhaben die Gemeindegesundheit und steigert die Nachfrage für einen universellen Zugang zu qualitativen Gesundheitsdiensten. Dafür nutzt es den Mitmachparcours, Medienkampagnen und interaktive Radiosendungen.

Der Verzicht auf die weibliche Genitalverstümmelung soll bereichsübergreifend durch Dialogforen und Aktionsforschung gefördert werden.

(Stand: August 2023) 
Informationen

CRS-Schlüssel
13020

Kombifinanzierung
  • Europäische Union (EU) (11 Mio. €)
Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

Signifikante Nebenziele:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung
  • Mutter-Kind-Gesundheit

Zuständige Organisationseinheit
1100 Westafrika 1 und Zentralafrika

Vorgänger-Projekt
2013.2459.9

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
26.500.000 €

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