Ausgangssituation:
Zwischen 2000 und 2021 wuchs das moldauische Bruttoinlandsprodukt (BPI) pro Kopf stark. Dennoch bleiben Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gering – vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Strukturelle Hindernisse wie Fachkräftemangel, Energieanfälligkeit, begrenzter Marktzugang und ein theorielastiges Berufsbildungssystem bremsen das Exportwachstum und die wirtschaftliche Annäherung an die Europäischen Union (EU).
Ziel:
Moldauische Unternehmen können ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Absatzchancen – vor allem auf EU-Märkten – nutzen.
Vorgehensweise:
Das Projekt setzt an drei Punkten an:
Es fördert Ministerien und Agenturen dabei, gemeinsame Strategien und Aktionspläne für den Export zu entwickeln, um die Chancen des EU-Beitritts optimal zu nutzen.
Es unterstützt Exportförderagenturen, Kammern und Wirtschaftsverbände, um praxisnahe Beratungs- und Qualifizierungsangebote für KMU zu schaffen.
Es berät KMU direkt und begleitet sie bei der Umsetzung ihrer Exportstrategien.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, die Qualität der dualen Berufsausbildung zu verbessern. Dafür schult das Projekt Lehrkräfte und Ausbilder*innen und schafft einheitliche Standards in der praktischen Ausbildung. So entwickeln Auszubildende mehr Praxiskompetenzen und tragen zur höheren Wettbewerbsfähigkeit von KMU bei. Das Vorhaben nutzt Potenziale der Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft, etwa durch die Vernetzung moldauischer Produzenten mit deutschen Einkäufern. Zudem setzt es digitale Lösungen ein. Besonderen Wert legt das Projekt auf Chancengleichheit: von Frauen geführte Unternehmen, junge Frauen und Berufseinsteigerinnen fördert es gezielt – etwa durch gendersensible Förderinstrumente, maßgeschneiderte Schulungen und Netzwerke. Umwelt- und Klimaschutz fließen in die Auswahl der geförderten Unternehmen ein.