2015.9024.9

Schutz von Ökosystemleistungen durch ihre Integration in Regionalentwicklungsstrategien in der Orinoquía-TEEB

Auftraggeber
Bundesmin. f.Umwelt,Klimaschutz,Naturschutz u. nukleare Sicherheit
Land
Dauer
–
Partner
Ministerio de Ambiente y Desarrollo Sostenible

Ausgangssituation

Die Ökosysteme des Orinoco-Beckens in Kolumbien sind, aufgrund ihrer Biodiversität und Wasserfülle, für den Wohlstand und die wirtschaftliche Entwicklung der Region lebenswichtig: sauberes Wasser, landwirtschaftliche Anbauflächen, Kohlenstoffbindung zur Eindämmung des Klimawandels, Schutz vor Überschwemmungen und Dürren. Die Entwicklungspläne für die Region sehen eine Erweiterung und Intensivierung der Landwirtschaft vor. Wenn diese den Erhalt und den Schutz der fragilen Ökosysteme nicht berücksichtigen, könnte dies die ökologische Stabilität der Region gefährden. Das würde die angestrebte wirtschaftliche Entwicklung zunichte machen und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zerstören.

Ziel

Der Wert der Natur, die Leistungen von Ökosystemen für die Menschen und Beispiele für eine nachhaltige Landnutzung der Orinoquia sind in regionale und landwirtschaftliche Entwicklungsplanungen integriert.

Vorgehensweise

Das TONINA-Projekt (nach dem emblematischen Flussdelfin der Region benannt) arbeitet mit nationalen, regionalen und lokalen Behörden sowie der Privatwirtschaft in der kolumbianischen Orinoquía.

Folgende vier Handlungsfelder bilden den Fokus des Projekts:

Verstehen, lernen, anwenden und schützen: Wissen und Bewusstsein der Menschen vor Ort über den ökonomischen Wert der Natur verbreiten, z. B. bei EntscheidungsträgerInnen aus dem öffentlichen und privaten Sektor, KommunalbeamtInnen und LandwirtInnen. Entwicklung von Kriterien für Methoden und Werkzeuge für den Schutz der Biodiversität und damit Lebensraum der Menschen.

Den ökonomischen Wert der Natur berücksichtigen: VertreterInnen des öffentlichen und privaten Sektors planen gemeinsam eine nachhaltige Landnutzung und setzen sie um.

Messen und beobachten: Entwicklung eines Monitoringsystems zum Erfassen der Entwicklung der Biodiversität und dem wirtschaftlichen Beitrag der Natur.

Wissen teilen: Fortschritte, Lernerfahrungen und erfolgreiche Projektmodelle werden national und international verbreitet.

Darüber hinaus entwickelt das Projekt Anreize für nachhaltige Landnutzungsmodelle. Außerdem wird eine Strategie für zusätzliche Mittel für den Schutz der Biodiversität aus dem öffentlichen und privaten Sektor erarbeitet.

Das kolumbianische Biodiversitätsforschungsinstitut Alexander von Humboldt und das deutsche Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) unterstützen die Umsetzung des Vorhabens.

Wirkungen

Insgesamt werden mehr als 47.000 Menschen durch den Beitrag der GIZ zum Erhalt der Natur profitieren (Ökosysteme und ihre Leistungen).

400 EntscheidungsträgerInnen aus dem öffentlichen und privaten Sektor, KommunalbeamtInnen oder LandwirtInnen werden ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Schutz der Biodiversität verbessern.

VertreterInnen des öffentlichen und privaten Sektors werden gemeinsam eine nachhaltigere Naturnutzung planen.

Ein Monitoringsystems wird die Entwicklung der Biodiversität, zum Beispiel den Rückgang der Artenvielfalt, erfassen.

Fortschritte, Lernerfahrungen und erfolgreiche Projektmodelle werden national und international auf Veranstaltungen und durch Publikationen verbreitet.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
41030

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Biodiversitätskonvention

Signifikantes Nebenziel:

  • Anpassung an den Klimawandel

Zuständige Organisationseinheit
2C00 Lateinamerika, Karibik

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
3.474.502 €

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