2022.2180.2

Soziale Inklusion benachteiligter Bevölkerungsgruppen (SoRi III) im Westbalkan

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Netzwerk der Gemeindeverbände in Südost Europa (Network of Associations of Local Authorities of South East Europe)

Ausgangssituation:

In Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien ist der Beitritt zur Europäischen Union (EU) erklärtes politisches Ziel. Reformen in der Sozialpolitik und soziale Inklusion werden dadurch vorangetrieben. Tatsächliche Fortschritte in diesem Bereich sind jedoch langsam und das Leave-no-one-behind-Prinzip wird nur bedingt umgesetzt.

Zu den sozial und wirtschaftlich am meisten benachteiligten Gruppen gehören ethnische Minderheiten (insbesondere Roma), Menschen mit Behinderungen, alleinerziehende Mütter, ältere Menschen, Opfer von (häuslicher) Gewalt, Angehörige der LGBTIQ+-Gemeinschaft, Menschen im ländlichen Raum und Rückkehrende aus EU-Staaten. Sie sehen sich mit praktischen Problemen konfrontiert wie einer unzureichenden Infrastruktur, einem eingeschränkten Zugang zu allgemeiner und beruflicher Bildung, zu Gesundheitsdienstleistungen, einer fehlenden Kinderbetreuung, sowie einer insgesamt mangelhaften sozialen Absicherung. Außerdem ist es für viele Angehörige dieser Gruppen schwierig, eine regelmäßige Arbeit zu finden.

Hinzukommt, dass viele staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen nicht über ausreichende Finanzmittel sowie die erforderlichen Fähigkeiten und Daten verfügen, um bedarfsorientierte Dienstleistungen zu schaffen und anzubieten.

Ziel:

Kommunalverwaltungen in den Ländern des westlichen Balkans verbessern die soziale und wirtschaftliche Inklusion von besonders benachteiligten Gruppen auf lokaler Ebene.

Vorgehensweise:

Das Projekt versetzt lokale Akteure in die Lage, Strategien zu erkennen, zu entwickeln und anzuwenden, durch die sie die Einhaltung der Rechte für benachteiligte Gruppen gewährleisten und deren Zugang zu Sozialleistungen sicherstellen können. Zu konkreten Aktivitäten gehören Sensibilisierungsmaßnahmen, die Schaffung von Kindertagesstätten, eines inklusiven Katastrophenschutzes, mobiler Sozialarbeiterteams und Foren für den gesellschaftlichen Dialog.

Schwerpunkt des Projekts sind drei Handlungsfelder:

• Den regionalen Dialog zur sozialen Inklusion fördern, um Erfahrungen auszutauschen und Lokalverwaltungen dabei zu unterstützen, die soziale Inklusion auf lokaler und nationaler Ebene besser zu fördern.

• Gemeinden in die Lage versetzen, bedarfsorientierte soziale Ansätze einzuführen, die auf den Ergebnissen von Sozialraumanalysen basieren und somit eine faktenbasierte Entscheidungsfindung vor Ort gewährleisten

• Benachteiligte Gruppen durch soziale Betreuung dabei unterstützen, inklusive Arbeitsplätze zu finden.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
15160

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Inklusion und Empowerment von Menschen mit Behinderungen

Zuständige Organisationseinheit
3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa

Vorgänger-Projekt
2019.2211.1

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
5.500.000 €

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