Ausgangssituation:
Trotz des Wirtschaftswachstums der letzten Jahre können nicht alle Bevölkerungsgruppen Serbiens gleichberechtigt am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben. Geschlechtsspezifische Benachteiligungen und traditionelle Geschlechterrollen schränken die Perspektiven von Frauen und Mädchen ein. Zudem sind vor allem Jugendliche sowie Minderheiten wie Angehörige der Roma und Menschen mit Behinderungen von Mehrfachdiskriminierung betroffen. Obwohl politische Vorgaben die soziale und wirtschaftliche Inklusion im Land fördern sollen, setzen Gemeinden diese oft nur unzureichend um. Im Unterstützungssystem fehlen systematisierte soziale Dienstleistungen und andere Angebote, die auf die Bedarfe von jungen Frauen und vulnerablen Jugendlichen eingehen.
Ziel:
Das Unterstützungssystem zur sozialen und wirtschaftlichen Inklusion von jungen Frauen und vulnerablen Jugendlichen in Serbien ist verbessert.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben arbeitet gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Sozialpolitik daran, die Rechte, Ressourcen und Repräsentation junger Frauen und vulnerabler Jugendlicher zu stärken. Um dies zu erreichen, begleitet es bis zu vier ausgewählte Gemeinden in Serbien dabei, geschlechtergerechte und inklusive Dienstleistungen zu etablieren und in übertragbare Modelle zu überführen. Dazu zählen Angebote zur Jobsuche und Schutz für von Gewalt betroffene Frauen.
Dabei agiert das Vorhaben in zwei Schwerpunkten:
1. Es fördert die Kapazitäten von sowie die Koordination und den Austausch zwischen Ministerien, Gemeinden, Zivilgesellschaft und privatwirtschaftlichen Akteuren, um Teilhabemöglichkeiten zu verbessern und ein gemeinsames Angebot an bedarfsgerechten Dienstleistungen zu schaffen.
2. Es unterstützt die Systematisierung und Standardisierung von bestehenden Dienstleistungen. Damit können staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure diese kontinuierlich und landesweit anbieten.