Ausgangssituation
Viele Frauen in den Ländern des Mittleren Ostens und Nordafrika (MENA) haben keinen oder unzureichenden Zugang zu sozialen Sicherungssystemen. Damit sind sie nicht gegen Risiken wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unfall oder Altersarmut geschützt. Dies liegt unter anderem daran, dass Frauen häufiger als Männer in prekären informellen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, weniger verdienen, mehr unbezahlte Sorgearbeit übernehmen und dadurch weniger Ansprüche auf Sozialversicherungsleistungen erwerben. Außerdem werden geschlechtsspezifische Bedarfe und Zugangsbarrieren meist nicht berücksichtigt, wenn soziale Sicherungssysteme geplant und umgesetzt werden.
Ziel
Frauen in Ländern der MENA-Region haben einen besseren Zugang zu sozialen Sicherungssystemen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in drei Handlungsfeldern:
1. Es sensibilisiert staatliche Akteure in der Region für die Notwendigkeit, soziale Sicherungssysteme geschlechtergerecht zu gestalten. Zudem trägt es dazu bei, Politik evidenzbasiert zu gestalten. Dafür analysiert es, welche Absicherungsbedarfe Frauen haben und welche Barrieren ihnen den Zugang zu sozialer Sicherung erschweren.
2. Es fördert den regionalen Austausch zwischen kooperierenden Ländern über „Innovation Labs". Länderteams, bestehend aus Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, entwickeln und pilotieren innovative Lösungsansätze und beraten sich gegenseitig im Sinne eines Peer-to-Peer-Ansatzes.
3. Zudem unterstützt das Vorhaben Mittlerorganisationen und versetzt sie in die Lage, Frauen über ihr Recht auf soziale Sicherung aufzuklären und für die Vorteile zu sensibilisieren, sich an Sozialversicherungssystemen zu beteiligen.