Ausgangssituation:
Die Bevölkerung im Norden und Osten des Tschad hat nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, ihre Lebensgrundlagen wirtschaftlich und sozial zu sichern. Als unterste Verwaltungseinheit können die Gemeinden grundlegende Dienstleistungen wie Wasser, Strom, Abfallentsorgung oder lokale Infrastruktur nicht bereitstellen. Das erschwert es den Menschen, wirtschaftlich tätig zu sein. Viele junge Menschen, vor allem Frauen, Geflüchtete und Rückkehrende aus Sudan, haben unregulierte Arbeitsverhältnisse außerhalb der offiziellen Wirtschaft. Häufig fehlen ihnen die notwendigen Fähigkeiten für handwerkliche oder technische Berufe in der kommunalen Grundversorgung.
Ziel:
In vier Gemeinden sind die Bedingungen verbessert, wodurch soziale und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven für junge Menschen entstehen.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben unterstützt Gemeinden dabei, ihre Aufgabe der Daseinsvorsorge effektiver wahrzunehmen und fördert bedarfsorientierte Dienstleistungen durch vier Maßnahmen:
1. Ein verbesserter Zugang zu Ressourcen wie Wasser, Strom und lokaler Infrastruktur ermöglicht Kommunen wirtschaftlichen Aufschwung und erleichtert unternehmerische Tätigkeiten.
2. Junge Menschen erhalten praxisnahe Fortbildungen in den jeweiligen Hauptbranchen der Gemeinden, zum Beispiel zu modernen und resilienten Anbaumethoden oder Recyclingmöglichkeiten im Handwerk.
3. Kleinkredite und Beratungsprogramme zur Gründung und Führung von Unternehmen helfen jungen Unternehmer*innen, ihre Tätigkeiten dauerhaft aufzubauen und zu erweitern. Partnerschaften mit ansässigen Unternehmen und landesweiten Berufsbildungseinrichtungen ermöglichen es, duale Lernpfade einzuführen und ermöglichen regelmäßige Beschäftigung