Ausgangssituation
In Afrika stellen unzureichende Land Governance und unsichere Landrechte nach wie vor erhebliche Hindernisse für die Entwicklung und Stabilität dar.
Daher hat die Afrikanische Union (AU) das African Land Policy Centre (ALPC) eingerichtet. Das Zentrum setzt sich zum Ziel, die Landpolitik in Afrika zu verbessern und Initiativen wie die Agenda der Afrikanischen Union zu Landfragen zu unterstützen. Jedoch haben viele Länder mit unzureichenden Verwaltungsstrukturen, lückenhaften Studiengängen und einer unzulänglichen angewandten Forschung zu kämpfen. Zudem fehlen verlässliche Daten für die Überwachung und Evaluierung, sodass nur langsam Fortschritte erzielt werden. Trotz des stärkeren politischen Willens ist es nach wie vor schwer, eine wirksame Landpolitik umzusetzen.
Ziel
Afrikanische Institutionen und Fachleute setzen eine verbesserte Landpolitik um. Diese schützt die Rechte marginalisierter Gruppen, einschließlich Kleinbäuerinnen und ‑bauern, Wanderhirt*innen und Frauen.
Vorgehensweise
Als Teil der Sonderinitiative zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme (SI AGER) verfolgt das Projekt gemeinsam mit dem ALPC das Ziel, die Agenda der AU zu Landfragen mit drei Maßnahmen voranzubringen:
- Das Exzellenznetzwerk für Land Governance in Afrika (Network of Excellence on Land Governance in Africa, NELGA) unterstützen, das sich mit Landverwaltung und Landpolitik befasst. Mit sechs Regionalzentren, einem technischen Zentrum und einem afrikaweiten Sekretariat vernetzt es mehr als 70 afrikanische Hochschulen untereinander;
- den NELGA-Partnerorganisationen wissenschaftliche Leitlinien für landpolitische Prozesse an die Hand geben, den Datenzugang verbessern und die Überwachung der Landpolitik intensivieren;
- die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Land Governance und Landpolitik in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) durch Stipendien und Forschungsprogramme fördern.