Ausgangssituation:
Zwar hat Kamerun umfassende Regelungen, die die Dezentralisierung voranbringen sollen. Doch viele Gemeinden haben nicht genug Geld und personelle Fähigkeiten, um ihre Aufgaben wirksam wahrzunehmen. Dadurch können sie ihre finanziellen Mittel nicht optimal einsetzen, Dienstleistungen wie Wasserversorgung anbieten und die Bevölkerung an lokalen Entscheidungen angemessen beteiligen. Vor allem Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen werden bislang nur unzureichend in kommunale Planung und Entscheidung einbezogen. Zudem sind Frauen in wichtigen politischen Positionen zu wenig vertreten.
Ziel:
Ausgewählte kamerunische Gemeinden richten öffentliche Investitionen, Beteiligungsprozesse und kommunale Dienstleistungen stärker an den Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen aus.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben arbeitet mit etwa 25 ausgewählten Gemeinden, den zuständigen Ministerien sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen in den Regionen Nord und Littoral zusammen. Das Vorhaben setzt folgende Maßnahmen um:
Es unterstützt Gemeinden dabei, Einnahmen, Haushaltsplanung und Finanzverwaltung zu verbessern.
Es befähigt die Gemeinden, die Bedarfe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in ihre Planung und Auswertung einzubeziehen. Das betrifft besonders Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen.
Es unterstützt die politische Teilhabe von Frauen in den Gemeinden, damit sie ihre Perspektiven stärker in die lokale Entwicklung einbringen.