2017.2150.5

Stärkung der Dürreresilienz d. pastoralen u. agropastoralen Bevölkerung i.d. äthiopischen ariden u. semi-ariden Gebieten

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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministry of Agriculture and Rural Development

Ausgangssituation

Über 7 Millionen Menschen leben in den Bundesstaaten Afar und Somali in Äthiopien. Fast alle sind Pastoralisten und Agro-Pastoralisten, die für ihren Lebensunterhalt auf die semi-mobile Viehhaltung angewiesen sind. Obwohl sich Wirtschafts- und Sozialsysteme seit Jahrhunderten gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst haben, stehen sie derzeit unter Druck. Dies ist hauptsächlich auf das Bevölkerungswachstum und die Auswirkungen des Klimawandels sowie auf die zunehmende Häufigkeit und Schwere von Dürren und Überschwemmungen zurückzuführen. Überweidung, Erosion, Abholzung und Verlust der Bodenfruchtbarkeit in Verbindung mit Konflikten um Ressourcen sind daher große Herausforderungen für die traditionelle Lebensweise. Afar und Somali werden als „Schwellenregionen mit begrenzter Kapazität" bezeichnet. In Entwicklungsstrategien bleibt die Berücksichtigung der spezifischen Merkmale des semi-mobilen Lebensstils der Afar und Somali unter den herausfordernden ökologischen Bedingungen eine große Herausforderung. Aus diesem Grund hat die äthiopische Regierung eine sektorübergreifende Politik zur Beendigung von Dürrenotlagen im äthiopischen Tiefland gebilligt, das sogenannte ‚Country Programming Paper (CPP)‘. Die erfolgreiche Implementierung wird durch das Projekt unterstützt.

Das Projekt ist das Kernprojekt des Programms zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Dürre im ariden und semiariden Tiefland (SDR-ASAL), das aus sieben Projekten besteht. Diese Projekte entwickeln gemeinsam einen integrierten Ansatz zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von pastoralen und agro-pastoralen Gemeinden im äthiopischen Tiefland durch die Rehabilitierung von Trockentälern und deren produktive Nutzung (DVRPU). Der bisher entwickelte Ansatz ist hinsichtlich seines systemischen Charakters noch unvollständig. Die Technologie funktioniert gut, während notwendige Managementmodelle für die entstehenden Flächen erst teilweise existieren und den Stakeholdern die Fähigkeit zur unabhängigen Implementierung fehlt.

Ziel

Staatliche und nicht-staatliche Akteure haben gemeinsam mit den pastoralen und agro-pastoralen Gemeinschaften die konzeptionellen Grundlagen zur Rehabilitierung und Nutzung von Trockentälern geschaffen.

Vorgehensweise

Der bislang erarbeitete DVRPU-Ansatz zur effektiven und nachhaltigen Rehabilitierung und Nutzung degradierter Nutzflächen in den Trockentälern des äthiopischen Tieflands wird weiter ausgearbeitet und auf regionaler und nationaler Ebene verankert. Hierfür werden technische, ökonomische und organisatorische Elemente getestet und die dabei gemachten Erfahrungen zu Modellen für eine spätere Umsetzung durch Dritte verarbeitet. Diese Modelle stellen die Grundlage dar, auf der ein DVRPU Konzept auf regionaler und nationaler Ebene entstehen und weite Verbreitung finden kann. Die nötigen Kapazitäten werden entwickelt, um die Umsetzung des Ansatzes in den Partnerorganisationen zu unterstützen. Darüber hinaus werden innovative Techniken wie der Einsatz unbemannter Flugsysteme zur Planung, Durchführung und Überwachung von Rehabilitationsmaßnahmen erprobt.

Resultate

-Die Elemente des ausgearbeiteten DVRPU-Ansatzes sind auf ihre technische, ökonomische und organisatorische Eignung getestet;

-Der DVRPU-Ansatz ist für die Nutzung durch die Zielgruppen ausgearbeitet und verbreitet;

-Die Kapazitäten des Beratungssystems in Afar und Somali sind für die Beratung der Zielgruppen ausgeweitet;

-Die Kapazitäten der DVRPU-relevanten Aus- und Fortbildungsinstitutionen und Dienstleister sind zielgruppenorientiert erweitert.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
31110

Kombifinanzierung
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/engl. SDC) (3,05 Mio. €)
Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Anpassung an den Klimawandel

Signifikante Nebenziele:

  • Biodiversitätskonvention
  • Desertifikationsbekämpfung
  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
1500 Ostafrika und Horn von Afrika

Vorgänger-Projekt
2014.2009.0

Nachfolger-Projekt
2019.2033.9

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
10.050.000 €

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